In Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr rund 479.000 Menschen allein gelebt. Das entspricht etwa 23 Prozent der Bevölkerung. Diese Zahlen teilte das Statistische Landesamt in Halle am Freitag mit.
Damit hat die Zahl der Alleinlebenden im Land gegenüber dem Vergleichszeitraum vor 20 Jahren um 68.000 zugenommen. Zu diesem Personenkreis zählen nach Angaben der Statistiker alle Menschen, die in einem eigenen Haushalt wohnen und ihre Wirtschaftsführung nicht mit weiteren Personen teilen.
Einpersonenhaushalte prägen die Wohnstruktur
Rechnerisch lebt in Sachsen-Anhalt damit inzwischen fast jeder vierte Einwohner in einem Einpersonenhaushalt. Der langfristige Anstieg der Zahl der Alleinlebenden ist Teil einer bundesweit beobachteten Verschiebung der Haushaltsstrukturen, wie das Landesamt mitteilte.
Besonders hoch ist der Anteil der Alleinlebenden in zwei Altersgruppen: Bei den 20- bis 29-Jährigen lag er nach Angaben des Landesamts bei 34,9 Prozent, bei den Menschen ab 65 Jahren bei 34 Prozent.
Zu den Alleinlebenden zählen damit sowohl jüngere Menschen, die etwa aus beruflichen oder biografischen Gründen ohne Partner oder Familie wohnen, als auch ältere Menschen, die nach dem Tod des Partners oder nach einer Trennung allein zurückbleiben.
Datengrundlage Mikrozensus
Die Angaben stützen sich auf den Mikrozensus, die jährliche amtliche Haushaltsbefragung, an der ein Prozent der Bevölkerung teilnimmt. Der Mikrozensus liefert die wichtigsten Daten zur Bevölkerungs- und Erwerbsstruktur in Deutschland.
Wie sich die Zahl der Alleinlebenden in den kommenden Jahren weiterentwickelt, hängt nach Einschätzung der amtlichen Statistik unter anderem vom demografischen Wandel, von Wanderungsbewegungen und von veränderten Lebensformen ab.
Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit einer vergleichsweise alten Bevölkerung und einer seit Jahren sinkenden Einwohnerzahl.
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