Wiedervereinigung

Die gekaufte Republik: Was der „Deutschland-Monitor“ über die Macht des West-Vermögens verrät

Erschreckende Zahlen zur Demokratieverdrossenheit im Osten. Doch der eigentliche Befund: 35 Jahre nach dem Mauerfall gehört die Macht immer noch dem West-Vermögen.

5 Min
Menschen feiern am 3. Oktober 1990 vorm Brandenburger Tor die Wiedervereinigung.

Menschen feiern am 3. Oktober 1990 vorm Brandenburger Tor die Wiedervereinigung.

© dpa

Die Deutschen sind veränderungsbereiter als gedacht, doch ihr Vertrauen in den Staat ist erschüttert. Das ist das ambivalente Ergebnis des heute im Bundesfinanzministerium vorgestellten „Deutschland-Monitors 2025“. Besonders brisant: Etwa ein Fünftel der Bundesbürger ist empfänglich für autoritäre Ideen – im Osten sogar jeder Vierte. Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) warnte bei der Präsentation der Studie mit rund 8000 Befragten: Die Akzeptanz von Veränderungen hänge direkt von den persönlichen Ressourcen der Menschen ab.

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