Feuerwehreinsatz

Vorfall mit Chemikalien in Neustadt: 23 Verletzte – das ist bekannt

Bei einem Wohnmobilhersteller mussten die Polizei und der Rettungsdienst ausrücken. 23 Mitarbeiter wurden bei einem Vorfall mit Chemikalien leicht verletzt.

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Die Polizei war am Mittwoch in Neustadt im Einsatz.

Die Polizei war am Mittwoch in Neustadt im Einsatz.

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind am Mittwochnachmittag zu einem Großeinsatz zu einem Wohnmobilhersteller in Neustadt in Sachsen ausgerückt. In einer Produktionshalle an der Berghausstraße war Kältemittel ausgetreten.

Von dem Kältemittel-Austritt waren nach Polizeiangaben 23 Beschäftigte betroffen. 19 von ihnen kamen zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser. Weil so viele Menschen zugleich Hilfe brauchten, riefen die Rettungskräfte einen sogenannten Massenanfall von Verletzten aus. Der Einsatz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zog sich bis in den frühen Abend.

Was geschah beim Wohnmobilhersteller in Neustadt?

Der Vorfall ereignete sich nach ersten Erkenntnissen gegen 16.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert.

Während der Arbeitszeit war in der Produktionshalle Kältemittel aus einem Kühlschrank ausgetreten. Der Stoff wirkt reizend und ätzend. Zahlreiche Beschäftigte klagten deshalb über gesundheitliche Beschwerden. Bei dem Wohnmobilhersteller handelt es sich offenbar um die Firma Capron.

Wegen der hohen Zahl an Betroffenen löste der organisatorische Leiter Rettungsdienst vor Ort einen sogenannten Massenanfall von Verletzten aus. Der Rettungsdienst untersuchte und behandelte insgesamt 23 Personen. 19 davon wurden in umliegende Kliniken gebracht.

Vier Betroffene lehnten einen Transport ab und blieben nach der Behandlung an der Einsatzstelle. Wie schwer die gesundheitlichen Beeinträchtigungen waren, war zunächst nicht bekannt.

Wie groß war das Aufgebot der Rettungskräfte?

Für den umfangreichen Einsatz waren zwei organisatorische Leiter des Rettungsdiensts vor Ort – einer aus Neustadt in Sachsen und einer aus Freital. Einer von ihnen brachte zusätzlich den leitenden Notarzt zur Einsatzstelle.

Unterstützung kam von Einheiten des Katastrophenschutzes, unter anderem vom DRK und den Johannitern. Hinzu kamen ein Einsatzleitfahrzeug, mehrere Rettungswagen und weitere Kräfte aus der Umgebung.

Parallel zur Versorgung der Betroffenen rückten Feuerwehrleute mit Schutzausrüstung in die Halle vor. Mit Messgeräten kontrollierten sie die Luft und maßen den Raum frei. Danach wurde die Produktionshalle gelüftet. Nachdem keine gefährliche Konzentration des Kältemittels mehr nachweisbar war, gab die Feuerwehr das Gebäude wieder frei.

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Nicht der erste Vorfall bei Capron

Warum das Kältemittel aus dem Kühlschrank entweichen konnte, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar. Die Beamten gehen nach ersten Erkenntnissen von einem Arbeitsunfall aus.

Ähnliches hatte sich am Standort bereits ein gutes Jahr zuvor ereignet. Wie Sächsische.de berichtete, trat am 14. August 2025 in einer Produktionshalle an der Berghausstraße Gas beziehungsweise Kältemittel aus. Auch damals rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit einem größeren Aufgebot an. Mehrere Menschen mussten medizinisch versorgt werden.

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