Vor einigen Wochen hatte der 1. FC Union Berlin sein neues Heim- und Auswärtstrikot bei einer Abendveranstaltung auf dem Fernsehturm präsentiert. Allerlei Gäste waren gekommen, um das neue Dress zu bestaunen. Die Köpenicker hatten sich zuvor dazu entschieden, ohne Trikotsponsor in die neue Saison zu gehen. Stattdessen ziert der Schriftzug „Berlin“ die Brust.
Während das neue Outfit bei den Fans offenbar großen Anklang findet und nicht nur am Freitagabend beim Spiel gegen den FC St. Pauli (1:0) von etlichen Zuschauern auf der Tribüne getragen wurde, konnten einige Anhänger mit der aus ihrer Sicht etwas zu durchgestylten Präsentation nichts anfangen. Auf der Waldseite im Stadion An der Alten Försterei wurden schon während der ersten Halbzeit einige Banner ausgerollt, die eine eindeutige Meinung transportierten.
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„Union als Plattform für Berlins Mode-Blogger? Wir empfehlen zu Trikots weiterhin Kutten oder Jogger!“, stand beispielsweise auf einem Plakat. Eine Anspielung darauf, dass die Spielkleidung nicht in Verbindung mit fußballtypischen Klamotten, sondern vor allem modisch hochwertig präsentiert wurde. „Waldweg statt Laufsteg“, stand auf einem zweiten Banner und unterstrich diese Stoßrichtung.
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Zwar liegen zwischen dem Event auf dem Fernsehturm und dem ersten Bundesliga-Heimspiel schon einige Wochen, für die Fans bot sich nun aber zum ersten Mal nach Auswärtsspielen im Pokal in Greifswald (1:0) und in der Bundesliga auswärts in Mainz (1:1) die Gelegenheit, ihren Protest vor einem möglichst großen Publikum im quasi eigenen Wohnzimmer kundzutun.
Schon vor vier Monaten hatte das Trikot-Thema beim 1. FC Union Berlin für Aufsehen gesorgt.
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Es ist derweil nicht das erste Mal, dass die Trikot-Thematik die Union-Anhängerschaft auf den Plan ruft. Im April dieses Jahres liefen die Köpenicker in einem Star-Trek-Sondertrikot ihres damaligen Sponsors Paramount+ auf. Einmalig im Spiel gegen den späteren Meister Bayer Leverkusen (0:1) hatten die Union-Profis das weiße Oberteil an.
„Abstiegskampf: Mit beiden Beinen am Boden bleiben, statt werbewirksam in Sphären treiben. Marketingschoten gehören verboten“, war da unter anderem zu lesen. Zudem störten sich Teile der Anhängerschaft daran, dass Union in Weiß statt wie üblich im roten Trikot vor eigenem Publikum spielte.
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