Ärgernis

1. FC Union Berlin: Manuel Gräfe wettert gegen Schiedsrichter Schlager

Die Begegnung zwischen dem 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund hatte kaum Höhepunkte zu bieten. Für Aufregung sorgte aber der Schiedsrichter.

2 Min
Daniel Schlager (r., hier mit BVB-Stürmer Serhou Guirassy) stand in der Alten Försterei kurzzeitig im Mittelpunkt.

Daniel Schlager (r., hier mit BVB-Stürmer Serhou Guirassy) stand in der Alten Försterei kurzzeitig im Mittelpunkt.

© IMAGO/Michael Taeger

Es waren gerade einmal wenige Sekunden gespielt, da schien die Begegnung zwischen dem 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund den ersten ganz großen Höhepunkt erreicht zu haben. Nach einem Foulspiel von Ethan Nwaneri gegen Tom Rothe zeigte Schiedsrichter Daniel Schlager dem Dortmunder Offensivspieler die Rote Karte. Die Partie hätte sich mit dieser Entscheidung und anschließend mehr als 90-minütiger Überzahl der Köpenicker grundlegend verändert.

Der 36-jährige Unparteiische korrigierte seine Entscheidung aber sofort. Offenbar hatte Schlager die Karten verwechselt, zeigte dem sichtlich verdutzten Nwaneri nur Gelb. Manuel Gräfe hatte für diese Aktion kein Verständnis. „Schlager zückt statt der geplanten Gelben Karte aus Versehen die Rote - wie kann sowas passieren“, schrieb der ehemalige Berliner Schiedsrichter auf X.

Schlager hatte nach der Verwarnung gegen Nwaneri auch in den Minuten danach alle Hände voll zu tun. In der ersten Viertelstunde zückte er gegen Waldemar Anton und Serhou Guirassy weitere Gelbe Karten. Im weiteren Spielverlauf traf es mit Janik Haberer, Rothe und Tim Skarke auch noch drei Spieler des 1. FC Union Berlin.

Gräfe hatte sich gerade erst über eine Revolution des Schiedsrichterwesens in Uruguay geärgert. Dort wird momentan eine digitale Version der Kartenvergabe getestet. Der jeweilige Unparteiische tippt dabei die Nummer des zu verwarnenden oder vom Platz zu stellenden Spielers in ein kleines Tablet ein und zeigt es dann in der entsprechenden Farbe. „Das hat für mich nichts mehr mit Sport zu tun, das halte ich für absoluten Schwachsinn“, echauffierte sich Gräfe gegenüber der Bild-Zeitung.

Ganz so weit ist es im deutschen Profifußball noch nicht gekommen. Dennoch sorgte auch der Fauxpas von Schlager in der Alten Försterei hier und da für Kopfschütteln. Viele Zuschauer dürften die kurzzeitige Verwechslung aber auch mit Humor genommen haben.

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