Bürotürme statt Handwerk

Berliner Handwerk vor dem Aus – ist die Branche noch zu retten?

Das Handwerk galt einmal als das Rückgrat der Berliner Wirtschaft. Doch die Betriebe sterben – jetzt ist schnelles Handeln gefragt.

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Das Handwerk galt einmal als das Rückrat der Berliner Wirtschaft. Doch steigende Mieten und Flächenmangel machen der Branche schwer zu schaffen.

Das Handwerk galt einmal als das Rückrat der Berliner Wirtschaft. Doch steigende Mieten und Flächenmangel machen der Branche schwer zu schaffen.

© Thomas Meyer/OSTKREUZ

Seit vielen Jahrhunderten zählt das Handwerk zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadt: Heute sichern rund 30.000 handwerkliche Betriebe mehr als 180.000 Arbeitsplätze – und unterstützen damit eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft und eine Nahversorgung in den Kiezen.

Dass das möglich wurde, war vor allen Dingen der sogenannten Berliner Mischung zu verdanken, dem Erfolgsmodell der Hauptstadt: Gemeint sind Gewerbehöfe mit Mischnutzungen aus Wohnen und Arbeiten. Doch genau an solchen Flächen mangelt es inzwischen. Flächenknappheit und steigende Mieten erhöhen den Druck auf die Betriebe – viele von ihnen wandern ab oder machen dicht.

Dort, wo sich einst ein Handwerksbetrieb neben dem anderen befand, werden heute Luxuswohnungen, Bürotürme oder Hotels gebaut. Das Handwerk, einst ein selbstverständlicher Teil der Berliner Wirtschaft, wird zunehmend aus der Stadt gedrängt.

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