IT-Projekt

Für eine Milliarde Euro: Nvidia und Telekom planen Rechenzentrum in Deutschland

Großprojekt in wirtschaftsschwachen Zeiten. SAP soll Großkunde werden. Wer das Projekt groß findet, sollte nach Texas schauen.

3 Min
Rechenzentren: Deutschland und EU hinken hinterher.

Rechenzentren: Deutschland und EU hinken hinterher.

© Jan Woitas/dpa

Nvidia und die Deutsche Telekom bereiten Pläne für ein Mega-Rechenzentrum in Deutschland vor, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung interne Quellen berichtet. Das Projekt ist Teil eines breiteren Vorstoßes zum Ausbau der Infrastruktur für KI-Systeme in Europa. Das Investitionsvolumen wird mit einer Milliarde Euro beziffert.

Beide Unternehmen beabsichtigen demnach, sich an der Finanzierung des Projekts zu beteiligen. Der europäische Softwareriese SAP soll als Kunde der Anlage fungieren, sagten die Personen, die wegen der noch nicht öffentlichen Details nicht namentlich genannt werden wollten.

Präsentation kommenden Monat in Berlin

Die Pläne sollten von Telekom-Chef Tim Höttges, Nvidia-CEO Jensen Huang, SAP-Chef Christian Klein und Digitalminister Karsten Wildberger auf einer Veranstaltung in Berlin im nächsten Monat bekannt gegeben werden.

Europäische Politiker und Tech-Manager sprechen seit Monaten über die Notwendigkeit, in der Region ein eigenes KI-Ökosystem zu entwickeln und gegenüber Rivalen in den USA und China aufzuholen. Allein in den USA investieren Technologieunternehmen wie Microsoft und Google Hunderte Milliarden Dollar in den Aufbau von KI-Rechenkapazitäten.

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Während in dem Projekt in Deutschland schätzungsweise 10.000 fortschrittliche Chips, sogenannte Grafikprozessoren (GPUs), zum Einsatz kommen sollen, wird ein einzelnes Rechenzentrum in Texas, das von SoftBank, OpenAI und Oracle entwickelt wird, voraussichtlich rund 500.000 GPUs beherbergen.

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Die Deutsche Telekom war an Gesprächen mit anderen Unternehmen über eine Beteiligung an dem Vorhaben zum Bau sogenannter KI-„Gigafactories“ beteiligt. Der Prozess kommt jedoch nur langsam in Gang. Der Staatenbund hat noch nicht genau dargelegt, wie er die Angebote prüfen und die Mittel zuweisen will.

Die Unternehmen planen den Bau des Rechenzentrums in München, sagte eine der mit der Situation vertrauten Personen. Die Deutsche Telekom, Nvidia und SAP gaben keine Stellungnahmen ab. Das Bundesdigitalministerium reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

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