Nach dem Treffen zwischen Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa und US-Präsident Donald Trump am Montag sorgt ein Video, das die beiden im Weißen Haus zeigt, für Aufsehen. Während ihre Unterredung ohne Pressebegleitung stattfand und al-Scharaa auch nicht öffentlichkeitswirksam begrüßt wurde, gibt der Clip einen Einblick in den Umgang der Regierungschefs miteinander.
In der Aufnahme ist zu sehen, wie Trump al-Scharaa unvermittelt mit dem Parfüm seiner eigenen Marke einsprüht, bevor er ihm die Flasche als Geschenk überreicht. „Das ist der beste Duft“, sagte Trump und kündigt an, dass es noch eine weitere Flasche für al-Scharaas Ehefrau geben würde. Dann schiebt er eine Nachfrage hinterher: „Wie viele Frauen hast du? Eine?“, fragt Trump.
Al-Scharaa wirkt sichtlich amüsiert über die Frage, lacht und bestätigt, dass er nur eine Frau habe. „Bei euch weiß man ja nie“, antwortete Trump und gab al-Scharaa einen spielerischen Klaps auf die Schulter.
Im Netz sorgt der Vorfall sowohl für Lacher als auch für Kopfschütteln: Auf X kommentiert eine Nutzerin unter dem Video: „Unbeholfener Charme trifft auf kulturell unsensibles Geplauder. Irgendwo zwischen einem Parfümwerbespot und einem diplomatischen Zwischenfall.“ Ein anderer schreibt: „So etwas könnte nur Trump bringen – immer unterhaltsam.“
Trump-Parfüm für 199 US-Dollar zu kaufen
Trump hatte im Dezember vergangenen Jahres seine eigene Parfüm-Linie mit dem Namen „Fight, fight, fight“ vorgestellt und unter anderem ein Foto mit Jill Biden für die Werbung genutzt. Den limitierten Duft gibt es ausschließlich online für einen Preis von 199 US-Dollar zu kaufen. Eine Beschreibung des Parfüms gibt es auf der Website nicht, dafür wird mit Floskeln wie „Trumps unermüdlicher Antrieb“ und „Schlachtruf in einer Flasche“ geworben.
Am Montag war al-Scharaa, ein früherer Dschihadist, als erster syrischer Staatschef seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1946 im Weißen Haus empfangen worden. Nach dem Treffen lobte Trump al-Scharaa als „starken Anführer“. Kurz darauf verkündete die US-Regierung, Syrien habe sich der US-geführten internationalen Koalition zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Damit werde das Land zum 90. Mitglied der Allianz.
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