Video zeigt Soldaten

Öltanker unter Kontrolle gebracht: Venezuela wirft Trump „Piraterie“ vor

Der jüngste Schritt der USA vor der Küste Venezuelas verschärft die Spannungen zwischen Washington und Caracas deutlich. Venezuela wirft Trump „eklatanten Diebstahl“ vor.

3 Min
US-Präsident Donald Trump will den Rücktritt von Venezuelas Präsidenten erwirken.

US-Präsident Donald Trump will den Rücktritt von Venezuelas Präsidenten erwirken.

© Aaron Schwartz/imago

Venezuela hat empört auf die Beschlagnahmung eines Öltankers vor seiner Küste reagiert. Die USA hatten am Mittwoch vor der Küste Venezuelas nach Aussage von US-Präsident Donald Trump einen Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. „Einen großen Tanker, einen sehr großen, tatsächlich den größten überhaupt – und andere Dinge geschehen ebenfalls“, sagte Trump am Mittwoch, ohne weitere Angaben zu machen. Auf die Frage, was mit dem Öl geschehen würde, sagte Trump: „Wir behalten es, schätze ich.“

Ein von US-Justizministerin Pam Bondi auf X veröffentlichtes Video zeigte Soldaten, die sich von einem Hubschrauber aus auf das Deck des Tankers abseilten und anschließend mit erhobenen Gewehren die Brücke des Schiffes betraten. Der Tanker sei in ein illegales Netzwerk zum Transport von Öl verwickelt, „das ausländische Terrororganisationen unterstützt“, so Bondi. US-Medien berichteten, dass der Tanker auf dem Weg nach Kuba gewesen und von der US-Küstenwache festgesetzt worden sei.

Venezuelas Außenministerium: „Akt internationaler Piraterie“

Das venezolanische Außenministerium verurteilte den Schritt am Mittwochabend scharf und erklärte, er „stelle einen eklatanten Diebstahl und einen Akt internationaler Piraterie dar“. Weiter hieß es in der Stellungnahme: „Während [Trumps] Wahlkampf 2024 erklärte er offen, dass sein Ziel stets gewesen sei, venezolanisches Öl ohne jegliche Entschädigung zu nehmen, und machte damit deutlich, dass die aggressive Politik gegen unser Land Teil eines bewussten Plans ist, uns unserer Energieressourcen zu berauben“. Das Ministerium gab an, man werde den Vorfall vor internationalen Gremien anprangern.

Laut der US-Justizministerin Pam Bondi vollstreckten am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, das FBI, das Heimatschutzministerium und die US-Küstenwache mit Unterstützung des Kriegsministeriums einen Beschlagnahmungsbefehl vor der Küste Venezuelas gegen einen Rohöltanker,

Laut der US-Justizministerin Pam Bondi vollstreckten am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, das FBI, das Heimatschutzministerium und die US-Küstenwache mit Unterstützung des Kriegsministeriums einen Beschlagnahmungsbefehl vor der Küste Venezuelas gegen einen Rohöltanker,

© imago

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Der US-Präsident deutet seit Monaten an, dass er die Angriffe gegen mutmaßliche Drogenschmuggler auf das Festland ausweiten könnte. Der US-Präsident setzt bereits seit Monaten Venezuelas Präsident Nicolás Maduro unter Druck zurückzutreten. Er wirft ihm vor, in die Machenschaften der Drogenschmuggler verwickelt zu sein. Maduro bestreitet das. „Seine Tage sind gezählt“, sagte Trump über Maduro in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal Politico. (mit AFP)

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