Auf den ersten Blick klingt es nach einer Kehrtwende: Die EU-Kommission denkt laut über eine Aufweichung des Verbrenner-Aus ab 2035 nach. Künftig könnten statt 100 nur 90 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge CO2-frei sein. Das berichtete die Bild am Freitag zuerst. Der dpa wurde aus Kommissionskreisen bestätigt, dass die Behörde vorschlagen will, auch nach 2035 Neuwagen mit Verbrenner-Technologie zuzulassen.
Doch würde eine Absenkung auf 90 Prozent CO2-Reduktion den Herstellern tatsächlich mehr Spielräume für neue Verbrennerstrategien eröffnen – und wirklich etwas gegen den anhaltenden Stellenabbau in der deutschen Automobilindustrie bewirken? Oder stellt sich die Maßnahme am Ende eher als eine industriepolitische Mogelpackung heraus? Die Berliner Zeitung hat bei führenden Autoexperten nachgefragt.
Automobilinustrie
„Fauler Kompromiss“: Experten kritisieren EU-Kurs beim Verbrenner-Aus
Die EU-Kommission will die CO2-freie Flottengrenze von 100 auf 90 Prozent reduzieren. Autoexperten sehen darin den Erhalt eines „Schwebezustands“.
Lukas Kuite
Flynn Jacobs
7 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Der Verkehr staut sich wie gewöhnlich auf der A9 südlich von Nürnberg in Richtung München.
© Daniel Vogl/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*