Postsowjetischer Raum

Putin trifft GUS-Staatschefs in Petersburg: 90 Milliarden Dollar Handel und eine Absage

Putin empfing GUS-Staatschefs in St. Petersburg zu Gesprächen über Handel und Sicherheit. Das Handelsvolumen erreichte 90 Milliarden Dollar. Doch ein wichtiger Player sagte ab.

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Russland beginnt heute ein informelles Treffen der Staatschefs der Mitgliedsländer der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Wie der Kreml mitteilte, fand die Sitzung in der Petersburger Eremitage statt, wo die Präsidenten von Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan sowie der Premierminister Armeniens vor den Gesprächen eine Ausstellung besichtigten.

In seiner Rede im Georgssaal des Museumskomplexes hob der russische Präsident Wladimir Putin die Entwicklung der vielfältigen Zusammenarbeit im vergangenen Jahr hervor. „Das zeigt sich am beträchtlichen Handelsvolumen zwischen Russland und der Gemeinschaft, das in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast 90 Milliarden US-Dollar erreichte“, sagte Putin laut einer Mitteilung des Kremls.

Neue Handelsrouten

Er verwies auf die Bildung neuer Produktions- und Transportketten sowie die Modernisierung und den Ausbau transkontinentaler Logistikkorridore. Als wichtige Kooperationsbereiche nannte der russische Präsident die Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus, organisierter Kriminalität, Drogenhandel und Korruption.

Die GUS wurde 1991 nach dem Zerfall der Sowjetunion gegründet, um die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik und Sicherheit zu fördern. Vollmitglieder sind Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Russland, Tadschikistan und Usbekistan, während Turkmenistan assoziiertes Mitglied ist. Moldau setzte seine Teilnahme an GUS-Treffen 2022 aus.

Putin geht es auch um „technologische Souveränität“

Laut Putin schreitet die Importsubstitution in den GUS-Staaten rasch voran und stärkt deren „technologische Souveränität“. Es gebe ein wachsendes Interesse an einer Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit in Industrie, Wissenschaft, Technologie, Digitalisierung und Innovation. Mit Unternehmern aus den GUS-Ländern würden große Industrie- und Infrastrukturprojekte umgesetzt.

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Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew sagte seine Teilnahme am informellen GUS-Gipfel in St. Petersburg ab. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow plant Putin aber am Rande des Treffens Einzelgespräche mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan und Alijew.

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