Vornamen-Ranking 2025

Nach Jahren an der Spitze: Beliebter Jungenname fällt in Berlin zurück

Für werdende Eltern ist es eine wichtige Frage: Wie soll das Kind heißen? Ein Ranking für 2025 zeigt die Spitzenreiter.

Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
3 Min

Seit Jahren sind die beliebtesten Vornamen in Deutschland gleich geblieben. Nun gibt es erstmals seit einiger Zeit wieder einen Wechsel an der Spitze der beliebtesten Mädchenvornamen: Sophia und Noah sind die beliebtesten Vornamen des Jahres. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Ranking des norddeutschen Vornamen-Experten Knud Bielefeld hervor. Seit 2022 waren immer wieder Emilia und Noah auf dem 1. Platz gelandet.

„Insgesamt hat es bei den Vornamen aber nicht so viel Bewegung gegeben“, sagte Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Es ist schon faszinierend, dass die beliebtesten Vornamen immer dieselben sind.“ Einige Eltern suchten aber auch bewusst nach einzigartigen und individuellen Namen. Sophia verbesserte sich vom 2. auf den 1. Platz, Emma vom 3. auf den 2. Platz und Emilia rutschte vom 1. auf den 3. Platz.

Beliebteste Vornamen: Berlin setzt Trend weiter fort

Bei den Jungen bleibt alles wie schon im Vorjahr: Hinter Noah landeten Matteo und Elias auf Platz zwei und drei. Ein Name wurde jedoch deutlich häufiger vergeben als in den Vorjahren und gehört erstmals zu den Top 10: Leo. „Auf diesen Namen war ich sehr gespannt, weil sich der neue Papst Leo genannt hat“, sagte Bielefeld. Ob sich die Eltern davon inspirieren ließen, kann der Namensforscher aber nicht mit Sicherheit sagen. „Leo ist schon seit vielen Jahren ein Trendname bei Jungen.“

In vielen Bundesländern ähneln sich die Listen der Top-Ten-Vornamen. In der Regel stehen auch dort Sophia, Emma, Emilia, und Hannah sowie Noah, Matteo, Elias und Theo an den ersten Stellen.

Auffällige Abweichungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sieht das Ranking ganz anders aus als die bundesweite Liste. Hier gewinnen bei den Mädchenvornamen Frieda, Mathilda, Emma und Ida. Bei den Jungs liegen Emil, Matteo, Oskar und Milan vorn. In den nördlichen Bundesländern tauchen auch häufig friesische oder skandinavische Namen in den Rankings auf wie Mats, Fiete oder Finn.

In Berlin setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Hannah und Noah sind in Berlin und Brandenburg die beliebtesten Vornamen. Bereits 2024 war der beliebteste weibliche Vorname für Neugeborene in Berlin und Brandenburg Hannah. Bei den Jungen lag damals Mohammed auf Platz 1. Beim Ranking für 2025 folgen auf Platz zwei in den beiden Bundesländern die Namen Emilia und Matteo. Mohammed liegt inzwischen auf Platz 6. Berlin und Brandenburg werden für das Ranking gemeinsam erfasst.

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Im Mai gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die Liste von beliebtesten Vornamen für Berlin heraus. Sophia und Mohammed waren im Jahr 2024 dort erneut die beliebtesten Vornamen für Babys. Auch alternative Schreibweisen wurden dabei berücksichtigt. Mohammed schaffte es dieser Liste zufolge Berlin wie in den vergangenen sechs Jahren auf den ersten Platz. Mohammed und Sophia waren schon 2023 die beliebtesten Namen gewesen.

Für die bundesweite Auswertung haben Bielefeld und sein Team bis Ende Dezember auf 260.000 Geburtsmeldungen von Standesämtern und Geburtskliniken aus 375 Städten zurückgegriffen. Das entspricht etwa 40 Prozent der in Deutschland geborenen Babys. Eine ähnliche Vornamen-Statistik gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache heraus - jedoch später als Knud Bielefeld und nach eigenen Angaben basierend auf rund 90 Prozent der im Jahr zuvor vergebenen Namen.

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