„Wo sind die Leute?“

Starauflauf, aber kein Gedränge: ZDF-Silvestershow sucht ihr Publikum

Statt am Brandenburger Tor fand die ZDF-Silvestershow erstmals im Hamburger Hafen statt. Trotz prominenter Gäste und aufwendiger Inszenierung blieben viele Zuschauer weg.

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Nach jahrelanger Tradition in Berlin hat das ZDF den Jahreswechsel dieses Mal an der Elbe gefeiert: Die Silvestershow wurde auf eine schwimmende Bühne am Chicagokai in Hamburgs Hafencity verlegt. Grund für den Standortwechsel waren finanzielle Engpässe bei der Berliner Silvesterparty, nachdem öffentliche Gelder gestrichen worden waren. Deshalb entschied sich das ZDF, die Veranstaltung erstmals in der Hansestadt zu realisieren.

Andrea Kiewel, die nach eigenen Angaben 15 Kilogramm abgenommen hat, und Johannes B. Kerner führten wie in den Vorjahren durch die Sendung „Welcome 2026“. Das musikalische Programm war prominent besetzt: Auftritte von Michael Patrick Kelly, Felix Jaehn, Johannes Oerding, Blue, Kerstin Ott, Sarah Engels, Das Bo, Wanda, Oimara, Dennis van Aarssen, Jenny von Ace of Base, ATC, FAYAN sowie dem Ensemble des „MJ – Das Michael Jackson Musical“ standen auf dem Plan. Weiterhin traten LINA, Emilia Pieske, T Seven, Anna-Maria Zivkov und das Charity-Projekt „We Are The Voice“ auf. Die Hamburger Musikszene wurde durch Lotto King Karl und den Shanty-Chor De Tampentrekker vertreten.

Anvisiertes Ziel von 12.000 Besuchern deutlich verfehlt

Trotz der aufwendigen Kulisse und des breiten Star-Aufgebots blieb der ganz große Ansturm aus. Während in Berlin am Brandenburger Tor in den Vorjahren zehntausende Menschen den Jahreswechsel vor Ort feierten, wirkte das Gelände in Hamburg auffallend leer. Das vom Veranstalter anvisierte Ziel von 12.000 Besuchern wurde deutlich verfehlt: Laut Hamburger Abendblatt kamen nur etwa 9000 Menschen zum Areal. Kurzfristig wurde deshalb sogar eine Abendkasse eingerichtet. Frühbucher konnten sich Karten für 32 Euro sichern.

Im Netz wunderten sich zahlreiche Nutzer über die geringe Publikumszahl und kommentierten die Situation kritisch. Einige fragten, ob die Veranstaltung „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ stattfinde oder ob überhaupt mehr als 250 Zuschauer anwesend seien. In sozialen Netzwerken wurde von Besuchern vor Ort berichtet, dass das Areal leer wirke und im Fernsehen offenbar immer wieder dieselben Zuschauer zu sehen seien.

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