Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gibt nur noch ein Drittel der Befragten an, dass es ihnen wichtig sei, im Job etwas Sinnvolles zu tun und Leistung zu erbringen. Vor zehn Jahren teilten noch 40 Prozent diese Ansicht, vor zwei Jahrzehnten war es sogar mehr als die Hälfte der Deutschen.
Besonders ausgeprägt zeigt sich dieser Wandel bei den jüngeren Generationen. Für sie bedeute ein erfülltes Leben nicht mehr die Aufopferung für den Beruf, so die Studie. Stattdessen stehe die Vereinbarkeit von Sinn, Freiheit und persönlichem Wohlbefinden im Vordergrund.
Schnelle Veränderungen und finanzieller Druck als Treiber
Die Forscher des GfK-Instituts führen den anhaltenden Trend auf veränderte gesellschaftliche Realitäten zurück. Schnelle Veränderungen in der Arbeitswelt sowie zunehmender finanzieller Druck verstärkten bei vielen Menschen den Wunsch nach Selbstschutz und höherer Lebensqualität.
Die Ergebnisse deuten wohl darauf hin, dass sich die Prioritäten der deutschen Bevölkerung grundlegend verschieben – weg von der klassischen Arbeitsethik, bei der der Beruf im Mittelpunkt des Lebens steht, hin zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Lebensqualität, das Arbeit als einen von mehreren Faktoren betrachtet.
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