UN-Generalsekretär António Guterres hat dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian zum 46. Jahrestag der Islamischen Revolution am 11. Februar seine Glückwünsche übermittelt. Dies meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur WANA am Mittwoch. In einem Schreiben bezeichnete Guterres „Nationalfeiertage als Gelegenheit, über den historischen Weg eines Landes und seinen Beitrag zur internationalen Gemeinschaft nachzudenken“.
Der UN-Chef betonte in dem Zusammenhang die Notwendigkeit von Dialog und Solidarität angesichts globaler Herausforderungen. Als dringende Aufgaben nannte er die Beendigung von Kriegen, die Bewältigung der Klimakrise, den Abbau von Ungleichheiten sowie den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien. Die internationale Gemeinschaft sei mehr denn je auf Zusammenarbeit angewiesen.
In den sozialen Medien wird Guterres für sein Glückwunschschreiben kritisiert. Ein Vertreter der Menschenrechtsorganisation United Nations Watch bezeichnete die Botschaft des UN-Generalsekretärs als „schrecklich“.
Am 11. Februar 1979 stürzte eine Volksrevolution den Schah im Iran. Ayatollah Khomeini übernahm die Macht und gründete die Islamische Republik mit strenger schiitischer Ordnung. Frauenrechte wurden radikal eingeschränkt – Kopftuchzwang, Geschlechtertrennung und öffentliche Steinigungen kehrten zurück. Oppositionelle und Minderheiten wurden verfolgt und hingerichtet.
Brutales Vorgehen bei Massenprotesten
Der Iran geriet in den vergangenen Monaten wiederholt wegen seines brutalen Vorgehens gegen Demonstranten in die Schlagzeilen. Die Massenproteste richteten sich gegen die iranische Führung und die wirtschaftliche Misere im Land. Sie spiegeln die starke Unzufriedenheit der Bevölkerung wieder, die trotz massiver Repressionen weiter auf die Straße ging.
Sicherheitskräfte setzten scharfe Munition, Tränengas und willkürliche Festnahmen ein, was laut UN-Berichten zu Hunderten Toten und Tausenden Verletzten führte. Es soll zu Massenhinrichtungen gekommen sein.
Der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im September 2022 führte ebenfalls zu Massenprotesten und der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“, die sich gegen die Kopftuchpflicht im Land und die autoritäre Herrschaft richtet.
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