Der Schweizer Ex-Geheimdienstanalyst Jacques Baud wurde im Dezember 2025 vom Rat der Europäischen Union auf eine Sanktionsliste gesetzt – nicht wegen Taten, sondern wegen seiner Analyse des Ukraine-Kriegs. Die russisch-schweizerische Industriellenfamilie Pumpyansky ließ die gegen sie gerichteten Sanktionen erfolgreich durch EU-Gerichte überprüfen. Trotz festgestellter Rechtswidrigkeit wurde sie jedes Mal unmittelbar erneut sanktioniert. Die Anwälte Gabriel Lansky und Philip Goeth von der Wiener Kanzlei LGP vertreten beide Fälle. Im vorliegenden Gastbeitrag stellen sie eine unbequeme Frage: Werden EU-Sanktionen zum Zensurinstrument? Ein Plädoyer für Rechtsstaatlichkeit in Zeiten, in denen Europa sie am dringendsten braucht.
Gastbeitrag
Exklusiv: Die Anwälte von Jacques Baud reden Klartext – Sanktionen wirken wie Zensur
Sowohl Jacques Baud als auch die Familie Pumpyansky wurden von der EU auf eine Sanktionsliste gesetzt. Hier erklären ihre Anwälte, warum dadurch die Meinungsfreiheit gefährdet ist.
Dr. Gabriel Lansky und Dr. Philip Goeth
8 Min
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Wurde für seine Äußerungen in Bezug auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf eine EU-Sanktionsliste gesetzt: der Schweizer Ex-Oberst Jacques Baud
© Jan A. Staiger für Ostdeutsche Allgemeine
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