Nichts sei sensationeller als die Wahrheit, sagte einst Egon Erwin Kisch, der „rasende Reporter“. Es war auch der Lieblingssatz der Fotografin Evelyn Richter, 1930 geboren in Bautzen, mit ihrer Leica auf „Menschensuche“ stets hinter den Kulissen der Ideologie, der Propaganda und Moden. Sie war eine so verehrte wie beliebte Lehrerin an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst für mehrere Fotografen-Generationen und starb 2021 hochbetagt in Dresden. Ihr Gesamtwerk wurde durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung erworben und betreut im Museum für bildende Künste Leipzig.
DDR-Fotografie
Eine „Menschensucherin“ mit tief empathischem Blick: Die Fotos der Evelyn Richter
Sie war die sächsische Grande Dame der Fotografie. Ihre Bilder aus DDR-Zeiten zeigt jetzt die Berliner Galerie Brusberg.
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Evelyn Richter als Oberdada-Priester Hugo Ball: folgenschwere „Selbstinszenierung, TU Dresden“, 1952 (Ausschnitt)
© Evelyn Richter/Erbengemeinschaft
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*