Electro

Apparat über seine Rave-Jahre in Sachsen-Anhalt: „Es gab viele leerstehende Russen-Kasernen“

Grammy-Nominierung, XXL-Touren mit Moderat: Sascha Ring ist ein globaler Star aus dem Osten. Wie wurde er der Mann, den die Welt als Apparat kennt? Ein Treffen.

14 Min
Die Welt ist nicht nur ein Tanzboden: Apparat liebt es auch chillig.

Die Welt ist nicht nur ein Tanzboden: Apparat liebt es auch chillig.

© Max Zerrahn

Als wir Sascha Ring in Berlin-Neukölln treffen, erzählt er erstmal davon, wie er einem weltberühmten DJ den Umzug nach Berlin schmackhaft machen will. Weil der aber so berühmt ist, soll das besser doch nicht in der Zeitung stehen. Eines wird aber klar: Apparat kennt Leute, und sie geben was auf seine Meinung. Mit seinem Trio Moderat füllt er die Arenen und so manchen Hollywood-Soundtrack mit eingängigem Electro. Solo wurde er sogar für einen Grammy nominiert. Radiohead sind auch schon Fan. Aber vermutlich wäre er nicht diese Ikone ohne seine harten, hedonistischen Techno-Jugendjahre tief in Sachsen-Anhalt.

Herr Ring, Sie sind ja mitten in der Tour, nicht wahr? Sie haben in London gespielt, in Paris, im Huxleys in Berlin. Und im März geht es noch weiter.

Eigentlich wollte ich das nie wieder machen. Es war nicht schlecht auf der letzten Tour, aber ich mache das jetzt seit 25 Jahren, und ich habe keine Lust mehr, zwei Wochen im Tourbus zu sitzen. Obwohl ich nicht mehr trinke, habe ich jetzt einen Tour-Hangover.

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