Die ARD hat Fehler im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum CDU-Parteitag am vergangenen Wochenende eingeräumt. Konkret ging es um eine Folge „Bericht aus Berlin“, bei dem die Wiederwahl von Bundeskanzler Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden gezeigt wurde.
Aufmerksam auf den Fehler machte der Journalist Stefan Niggemeier auf der Plattform X. Die Sendung habe gezeigt, wie die frühere Bundeskanzlerin und Parteikollegin Angela Merkel bei dem Parteitag nach der Wahl von Merz klatschte.
ÖRR wegen Fehler in der Berichterstattung unter Druck
Jedoch war sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr im Saal. Die Wahl von Merz am vergangenen Freitag hatte sich verzögert. Die ehemalige Bundeskanzlerin war zu dem Zeitpunkt, als das Wahlergebnis bekannt gegeben wurde, schon nicht mehr in der Halle.
In der Mediathek korrigierte die ARD den Beitrag, wie Niggemeier in der Süddeutschen Zeitung schilderte. In einer neuen Fassung wurden die Clips von Merkel gegen andere ausgetauscht. Dabei steht nun ein textlicher Hinweis auf die Änderung und die Bitte, „den Fehler zu entschuldigen“.
„Die ARD hat den Fehler online korrigiert, aber wie kann sowas (schon wieder) passieren?“, fragte Niggemeier auf X. Im Beitrag für die SZ heißt es weiter: „Es ist keine Kleinigkeit, wenn eine nachrichtliche Sendung Bilder in einem falschen Kontext zeigt“.
Pflichtschulungen zu KI? Warum das ZDF das falsche Problem behandelt – und worum es wirklich geht
Fake-Bilder beim ZDF: Keine Panne, eine neue Medien-Welt
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht derzeit wegen fehlerhafter Berichterstattung unter massivem Druck. Vergangene Woche änderte das ZDF einen Beitrag der Sendung „heute journal“ mit Dunja Hayali. In dem Beitrag ging es um die Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Auf den Bildern war unter anderem zu sehen, wie eine Frau und zwei Kinder auf der Straße von Einsatzkräften abgeführt werden. Doch diese Bilder wurden mit KI generiert - und nicht entsprechend gekennzeichnet. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das ZDF seine New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht abberufen hat.
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