Polizei, Handel und Banken haben im vergangenen Jahr fast 68.000 gefälschte Euro-Banknoten in Deutschland sichergestellt. Wie die Deutsche Bundesbank mitteilte, stellte das einen Leichten Rückgang gebenüber 2024 dar. Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz führte diesen vor allem auf weniger Fälschungen bei 100- und 200-Euro-Scheinen zurück.
„In Deutschland und Europa werden 20-Euro- und 50-Euro-Banknoten nach wie vor am häufigsten gefälscht. Im vergangenen Jahr haben wir vor allem falsche 50-Euro-Geldscheine aus dem Verkehr gezogen“, erläuterte Balz. Mit knapp 34.000 Stück machten sie die Hälfte aller sichergestellten Blüten aus. Auf den 20-Euro-Schein entfielen rund 16.200 Fälschungen.
Auch bei Münzen registrierte die Bundesbank rund 128.100 Fälschungen. Das entspricht einem Rückgang von 9,3 Prozent. Dabei dominierten 2-Euro-Stücke mit einem Anteil von 91 Prozent.
Viele Fälschungen leicht erkennbar
Laut Balz trugen zahlreiche Blüten Aufdrucke wie „MovieMoney" oder „Prop copy“. Diese werden im Internet als Spielgeld angeboten aber von Kriminellen missbraucht. Die Bundesbank empfiehlt, Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen" zu prüfen.
Laut Bundesbank können die meisten Fälschungen, bei Vergleichen mit echten Scheinen leicht erkannt werden. Insbesondere fallenn die „fehlende Griffigkeit des Papiers, ein fehlendes Wasserzeichen oder ein fehlender Farbwechseleffekt der sogenannten Smaragdzahl“ oft sofort auf.
Wer trotz aller Vorsicht doch mal einen gefälschten Schein untergejubelt bekommt, hat Pech gehabt: Falschgeld wird nicht ersetzt, wer es annimmt, bleibt auf dem Schaden sitzen. Man sollte allerdings auch nicht versuchen, die Blüten schnell noch jemand anderem anzudrehen. Denn dies ist eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet wird. Gefälschte Banknoten sollten bei Polizei oder Banken abgegeben werden.
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