Die Geschichte des kleinen Affen Punch hat weltweit Millionen Menschen berührt. Der junge Makake aus einem Zoo nahe Tokio wurde von seiner Mutter kurz nach der Geburt verstoßen und fand Trost bei einem Orang-Utan-Kuscheltier, das ihm Pfleger als Ersatz gaben. Bilder des Affenbabys, das das größere Stofftier hinter sich herzog und sich daran klammerte, verbreiteten sich im Internet und machten Punch international bekannt.
Nun gibt es eine gute Nachricht: Punch scheint langsam Anschluss bei anderen Affen zu finden. Besucher beobachteten zuletzt, wie er von Artgenossen umarmt wurde, neben erwachsenen Tieren saß oder auf dem Rücken eines anderen Makaken mitritt.
Punch war von Tierpflegern aufgezogen worden, nachdem seine Mutter ihn nach der Geburt verlassen hatte, vermutlich aus Erschöpfung. Das Kuscheltier sollte ihm helfen, das Klammern zu lernen – eine Fähigkeit, die junge Makaken normalerweise bei ihrer Mutter trainieren.
Punch zeigt „Widerstandskraft und mentale Stärke“
Als Punch im Januar erstmals zu einer Gruppe anderer Affen gesetzt wurde, fiel ihm die Eingewöhnung zunächst schwer. Videos von Begegnungen mit größeren Makaken lösten online große Anteilnahme aus. In sozialen Netzwerken äußerten viele Nutzer Sorge um das Tier.
Der Zoo versuchte die Aufregung zu dämpfen. Die manchmal ruppigen Reaktionen der anderen Affen seien normale Korrektur innerhalb der Gruppe, erklärte die Einrichtung. Punch zeige dabei „Widerstandskraft und mentale Stärke“.
Die Popularität des kleinen Makaken sorgte für lange Besucherschlangen. Das Orang-Utan-Stofftier, das Punch häufig mit sich herumträgt, war zeitweise sogar im Internet ausverkauft.
Inzwischen braucht der junge Affe sein Kuscheltier immer seltener. Nach Angaben der Pfleger schläft Punch zwar weiterhin damit, doch tagsüber sucht er zunehmend Kontakt zu den anderen Affen – ein wichtiges Zeichen dafür, dass er seinen Platz in der Gruppe findet.
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