Kriminalität

Massenschlägerei vor Berliner Kriminalgericht: Prozesse zeitweilig unterbrochen

Sieben Personen wurden bei einer Schlägerei am Kriminalgericht Moabit verletzt. Die Beteiligten waren wegen einer Berufungsverhandlung vor Ort. Wirkte sich das auf die Strafen aus?

Kai Kleinwächter dpa
2 Min
Am Landgericht Moabit mussten die Verhandlungen auf Grund einer Schlägerei unterbrochen werden.

Am Landgericht Moabit mussten die Verhandlungen auf Grund einer Schlägerei unterbrochen werden.

© Jens Kalaene / dpa

Vor dem Berliner Kriminalgericht Moabit sind am Vormittag rund 20 Menschen aufeinander losgegangen. Sieben Beteiligte wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt und mehrere Personen festgenommen. Zwei von ihnen kamen zur Gefangenensammelstelle, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11:30 Uhr im Eingangsbereich des Gerichtsgebäudes wie die Polizei auf X mitteilte. Beim Notruf war zunächst von einem Messer die Rede, das jedoch vor Ort nicht aufgefunden wurde, so der Sprecher weiter.

Alarm im Gerichtsgebäude, Prozesse gestoppt

Im Kriminalgericht wurde Alarm ausgelöst, Justizwachtmeister eilten herbei. Das Gebäude wurde für die Öffentlichkeit geschlossen und laufende Prozesse unterbrochen, wie eine Gerichtssprecherin erklärte.

Auslöser der Auseinandersetzung war laut Polizei und Gericht eine Berufungsverhandlung im Saal 820. Zwei Brüder im Alter von 39 und 37 Jahren waren 2017 wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung zu Haftstrafen zu drei Jahren verurteilt worden. Sie hatten laut Urteil einer Frau mit einem Messer einen Daumen abgeschnitten.

Mildere Strafen nach Berufung

In einer Verhandlungspause eskalierte der Konflikt zwischen Beteiligten vor dem Gebäude. Ob die Angeklagten selbst in die Schlägerei verwickelt waren, blieb zunächst unklar. Die Polizei blieb längere Zeit vor Ort, um weitere Zusammenstöße zu verhindern.

Am späten Mittag wurde der Prozess beendet. Das Gericht reduzierte die Strafen der beiden Brüder auf Bewährungsstrafen von einem Jahr und elf Monaten beziehungsweise einem Jahr und acht Monaten, wie die Gerichtssprecherin bestätigte.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner