Der Krieg im Iran wird zunehmend zur Gefahr für die deutsche Chemieindustrie. Vor allem im Osten geraten Unternehmen stark unter Druck. „Die Iran-Krise verschärft die Lage für die ohnehin massiv angeschlagene Chemie in Ostdeutschland“, sagt Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Nordost, auf Anfrage der Berliner Zeitung.
Hintergrund ist, dass die Krise im Nahen Osten zahlreiche Lieferketten gefährdet. Vor allem mittelständische Unternehmen hätten zunehmend Probleme bei der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup in der Wirtschaftswoche. Laut Schmidt-Kesseler befindet sich die Branche allerdings in einer Phase, in der es keinen Spielraum für weitere Belastungen gibt. Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit „für weitere Konsolidierungen, Verlagerungen und im Einzelfall auch Standortschließungen“.
Wirtschaftskrise
Ostdeutsche Chemie am Abgrund: Iran-Krise bedroht Jobs und Standorte
Die Iran-Krise bedroht wichtige Lieferketten – und wird zur Gefahr für ostdeutsche Chemiebetriebe. Experten warnen vor Preisschocks, Jobverlusten und Schließungen.
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Der Krieg im Iran bedroht die ohnehin kriselnde ostdeutsche Chemieindustrie. Es drohen Jobverluste und Schließungen.
© Jan Woitas/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*