Kunst-Sanktionen

Russlands Rückkehr nach Venedig: Warum die Biennale 2026 zum geopolitischen Gradmesser wird

Die Kunstbiennale Venedig lässt Russland ausstellen. Deswegen sollen jetzt Fördermittel wegfallen. Eine kritische Einordnung.

7 Min
Die Skulptur „Origami Deer“ der ukrainischen Künstlerin Zhanna Kadyrova: Das Werk wurde 2024 aus der später von russischen Truppen besetzten Stadt Pokrowsk evakuiert und ist auf dem Weg zur Biennale von Venedig.

Die Skulptur „Origami Deer“ der ukrainischen Künstlerin Zhanna Kadyrova: Das Werk wurde 2024 aus der später von russischen Truppen besetzten Stadt Pokrowsk evakuiert und ist auf dem Weg zur Biennale von Venedig.

© IMAGO/DANYLO ANTONIUK

Die Kunstbiennale in Venedig wird in diesem Jahr zum Schauplatz eines erbitterten Kulturkampfes. Russland darf nach zwei Jahren Pause wieder teilnehmen. Die EU droht, der Biennale-Stiftung Fördermittel in Millionenhöhe zu entziehen. 22 europäische Staaten protestieren. Italiens Kulturminister spricht von „putinscher Kulturpropaganda“ und entlässt seine eigene Vertreterin im Biennale-Verwaltungsrat.

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