Serbien ist für Brüssel Schlüsselstaat und Problemfall zugleich. Das Land ist EU-Beitrittskandidat, wirtschaftlich eng mit der Union verflochten und für die Stabilität auf dem Westbalkan wichtig. Die serbische Opposition und Kritiker von Präsident Aleksandar Vucic werfen seiner Regierung jedoch vor, Institutionen zu schwächen, Medien unter Druck zu setzen und Macht zu konzentrieren. Nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad und den anschließenden Protesten hat diese Debatte neue Schärfe gewonnen.
Balkan
„EU misst mit zweierlei Maß“: Ex-OSZE-Unterhändler über Serbiens Balanceakt
Edward P. Joseph ist ein Kritiker von Vucics Kurs zwischen Brüssel, Moskau und Peking. Im Interview wirft er der EU vor, an Serbien politische Doppelstandards anzulegen.
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Serbiens Präsident Aleksandar Vucic und der russische Präsident Wladimir Putin.
© Mikhail Metzel
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