Bei einem Großbrand in einer Autozulieferer-Fabrik in der südkoreanischen Stadt Daejeon sind am Freitag mindestens 53 Menschen verletzt worden. 14 weitere gelten als vermisst, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.
Insgesamt 170 Arbeiter befanden sich demnach in dem Werk, als das Feuer ausbrach. 14 von ihnen konnten bislang nicht erreicht werden, teilten die Behörden mit. 24 Arbeiter wurden schwer verletzt, einige durch Rauch oder giftige Gase, andere beim Sprung aus dem brennenden Gebäude, berichtete Yonhap.
Natrium in Autofabrik: Explosionsgefahr
Die nationale Feuerwehrbehörde löste einen landesweiten Mobilisierungsbefehl aus – eine Maßnahme, die dann ergriffen wird, wenn das Ausmaß eines Brandes die Löschkapazitäten der lokalen Behörden übersteigt. Mehr als 200 Feuerwehrleute und ein Helikopter wurden zu dem Werk geschickt, um den Brand zu bekämpfen.
Die Fabrik besteht aus zwei Gebäuden. Eines davon ist nach Angaben der Behörden vollständig niedergebrannt, das zweite stand am Nachmittag (Ortszeit) noch in Flammen. Die Feuerwehr konnte das brennende Gebäude nicht betreten, da Einsturzgefahr besteht.
Zusätzlich würden die Löscharbeiten dadurch erschwert, dass sich in einem Gebäude rund 200 Kilogramm Natrium befinden, das bei unsachgemäßer Behandlung explodieren könnte. Laut einem Bericht des Korea Herald konzentriert sich die Feuerwehr nun darauf, ein Übergreifen des Feuers auf das Material zu verhindern.
Südkoreas Präsident Lee Jae-myung wies die Behörden an, alle verfügbaren Mittel für die Rettung der Opfer und die Eindämmung des Feuers einzusetzen, wie sein Büro laut Yonhap mitteilte. Angaben zu der Brandursache lagen zunächst nicht vor.
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