Mit 123 Ja-Stimmen verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, die den transatlantischen Sklavenhandel zum „schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ erklärt. Im Plenarsaal der Vereinten Nationen in New York brandete darauf spontaner Applaus auf. Doch ein Blick auf das digitale Abstimmungstableau zeigt eine tiefe Kluft: Während weite Teile der Welt jubelten, vor allem im globalen Süden, blieb der Block der westlichen Demokratien stumm.
Menschenrechte
UN verurteilt Sklaverei als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – ohne Deutschlands Stimme
Ein Vorstoß Ghanas in der UN-Generalversammlung isoliert die EU und die USA. Die Verurteilung des Sklavenhandels trägt der „Westen“ nicht mit. Aber warum?
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, bei der Sitzung in New York. Deutschland enthielt sich der Stimme bei der Verurteilung der Sklaverei.
© IMAGO/Bianca Otero
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*