Nahost-Krieg

Iran wird Truppen „in Brand setzen“: Ghalibaf warnt USA vor Bodenoffensive

Der iranische Parlamentssprecher warnt die USA vor einem Bodeneinsatz. Parallel beraten Außenminister aus vier Ländern in Islamabad über Wege für eine Deeskalation.

2 Min
Mohammed Bagher Ghalibaf, Irans Parlamentspräsident

Mohammed Bagher Ghalibaf, Irans Parlamentspräsident

© Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

Der iranische Parlamentspräsident hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. „Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten“, sagte Mohammed Bagher Ghalibaf laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Die iranischen Streitkräfte „warten auf die Ankunft amerikanischer Truppen vor Ort, um sie in Brand zu setzen und ihre regionalen Partner für immer zu bestrafen“, fügte Ghalibaf laut AP hinzu. „Wir feuern weiter. Unsere Raketen sind in Position. Unsere Entschlossenheit und unser Glaube haben zugenommen.“

Er warf den USA vor, Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren und parallel dazu eine Bodenoffensive zu planen. Die Washington Post hatte zuvor berichtet, das Pentagon habe Pläne für wochenlange Bodeneinsätze auf iranischem Gebiet entwickelt, US-Präsident Donald Trump habe jedoch noch keine Entscheidungen getroffen.

Vier Außenminister beraten über Deeskalation

Die USA hatten letzte Woche verkündet, dem Iran einen 15-Punkte-Waffenstillstandsplan vorgeschlagen zu haben, der auch die Wiedereröffnung Straße von Hormus und die Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah. Teheran wies den Plan jedoch zurück und legte eigene Vorschläge vor.

Die Außenminister Pakistans, Saudi-Arabiens, der Türkei und Ägyptens trafen sich am Sonntag, um über Möglichkeiten einer Deeskalation zu beraten. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hatte laut Reuters zuvor mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian telefoniert. Auf militärischer Ebene stehe Pakistans Armeechef Asim Munir in regelmäßigem Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, berichtete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine informierte Quelle.

Huthi-Rebellen griffen Israel an

Parallel erklärte der israelische Militärsprecher Nadav Shoshani laut AP am Sonntag, Israel und die USA koordinierten ihr Vorgehen gegen die jemenitischen Huthi-Rebellen eng miteinander. Die iranisch unterstützte Miliz hatte am Samstag erstmals seit Kriegsbeginn Raketen auf israelische Ziele abgefeuert.

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Die Huthi-Angriffe verschärfen die Sorge um die globale Schifffahrt. Bereits während des Gaza-Krieges hatten die Huthis Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab beschossen – einem kritischen Nadelöhr auf dem Weg zum Suezkanal. Analysten warnen laut Reuters, erneute Angriffe dort würden die ohnehin angeschlagene Weltwirtschaft weiter belasten. (mit dpa)

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