Buchrezension

„DNA des Ostens“: Viele Identitäten und Lebensgeschichten

Das Buch „Die DNA des Ostens. Was uns ausmacht“ räumt mit Vorurteilen auf, fragt, woher diese kommen, und zeigt beeindruckend, wie vielfältig ostdeutsche Lebenswirklichkeit ist.

Lilli Vostry
8 Min
Durch Wiederholung haben sich viele Klischees in der öffentlichen Wahrnehmung verstetigt.

Durch Wiederholung haben sich viele Klischees in der öffentlichen Wahrnehmung verstetigt.

© DDR-Museum Berlin

Osten – das ist hierzulande immer noch mehr als nur eine Himmelsrichtung. Mehr als 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung verläuft immer noch eine unsichtbare Trennlinie zwischen Ost- und Westdeutschland.

Es mangelt nicht an Stereotypen für diese Region: „Ossi“, „Dunkeldeutschland“, „Zone“. In den Medien wird oft lieber dort hingeschaut, wo es brodelt, und dann einseitig aus der Westperspektive betrachtet, gern mit Fotos von Plattenbauten, Industrieruinen oder Neonazis.

Durch Wiederholung haben sich viele Klischees in der öffentlichen Wahrnehmung verstetigt. Der Osten wird in einigen TV-Serien und Medienformaten noch immer als düster und rückständig dargestellt, während der ostdeutsche Alltag kaum vorkommt. Dem möchte das Buch „Die DNA des Ostens. Was uns ausmacht“, das im März im Mitteldeutschen Verlag in Halle erschienen ist, mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Debatten deutlich etwas entgegensetzen.

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