In Berlin-Neukölln sind in der Nacht zu Mittwoch erneut Schüsse auf ein Lokal abgegeben worden. Wie die Berliner Polizei mitteilte, schossen bislang Unbekannte mehrfach auf das Lokal in der Hermannstraße.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen zwei maskierte Männer gegen 4.40 Uhr in der Hermannstraße auf die Frontscheibe des Lokals geschossen haben. Darin hätten sich zu dem Zeitpunkt bis zu sechs Personen befunden. Von Verletzten ist bislang nichts bekannt. Die BAO Ferrum übernimmt die Ermittlungen wegen des Verdachtes der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Schüsse auf Lokal in Neukölln auch letzte Woche
Es ist bereits der dritte Vorfall mit Schüssen in Berlin in dieser Woche. Erst in der Nacht zuvor wurden zwei Männer in Moabit durch Schüsse und Stiche verletzt. Zuvor kam es offenbar zu einem Streit in einer Shisha-Bar.
Beide wurden vorläufig festgenommen. Die Sondereinheit Ferrum (lateinisch, übersetzt: „Eisen“) übernahm die Ermittlungen. Die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) wurde nach zahlreichen Schießereien im vergangenen Jahre eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe „Telum“ nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden.
Fast 50.000 Berliner haben offiziell Waffen – Zahl der Schießereien hat sich verdoppelt
Moabit: Zwei Männer durch Schüsse und Stiche in Shisha-Bar verletzt
Vergangene Woche waren in einem Lokal in Neukölln Einschusslöcher festgestellt worden. Ähnliches passierte am Wochenende, ebenfalls in Neukölln. In der Hermannstraße hatten Unbekannte auf die Scheiben einer Gaststätte geschossen. Fast jeden Tag wird in Berlin scharf geschossen. Die Zahl der Schusswaffenanwendungen verdoppelte sich im vergangenen Jahr nahezu. Die Polizei registrierte 1119 Fälle. (mit dpa)
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