Der durch Buntmetalldiebe in Sachsen-Anhalt verursachte Schaden hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Magdeburg verursachte der Diebstahl von Kupfer und Buntmetall 2025 rund drei Millionen Euro an Schäden – vor allem bei Unternehmen. 2024 hatte der Schaden noch bei 1,57 Millionen Euro gelegen. Zuvor hatte die Volksstimme über die neuen Zahlen berichtet.
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Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es im vergangenen Jahr landesweit 497 Fälle von Buntmetalldiebstahl. Das entspricht einem Anstieg um rund zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr (299 Fälle). Der Großteil der Diebe – rund 80 Prozent – habe es den Erfahrungen der vergangenen Jahre nach auf Kupfer abgesehen, so ein LKA-Sprecher mit Verweis auf den Preisanstieg des Buntmetalls auf den Rohstoffmärkten. Im benachbarten Sachsen kommt es daher auch vermehrt zu Diebstählen an öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos. Unbekannte schneiden die Kabel ab, um an das enthaltene Kupfer zu gelangen. Eine Sprecherin von Sachsen Energie vermutete zudem, dass die erhöhte Zahl von Diebstählen in den letzten Wochen mit den gestiegenen Rohstoffpreisen zusammenhänge.
Insbesondere leicht zugängliche Kupferrohre, Kupferkabel oder -leitungen seien demnach immer wieder Ziel von Diebstählen. Die Leidtragenden seien meist Unternehmen. Das LKA empfiehlt, Kabeltrassen, Dachflächen, aber auch Lagerorte für Buntmetalle entsprechend durch Zäune oder Tore zu sichern. Die Aufklärungsquote der Metalldiebstähle lag im vergangenen Jahr bei rund 14 Prozent, wie aus den Zahlen hervorgeht. Demnach konnten 65 Tatverdächtige ermittelt werden. Die meisten Fälle gab es mit 110 Diebstählen in Halle, gefolgt vom Burgenlandkreis (105) und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld (75). (mit dpa)
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