Schwerin hat seine kommunale Wärmeplanung vorgestellt, mit der die Landeshauptstadt bis 2045 klimaneutral werden soll. Im Zentrum steht der Ausbau der Fernwärme: Bereits heute sind laut den Stadtwerken rund 60 Prozent der Schweriner Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen. Dieser Anteil soll nach den vorgelegten Plänen auf etwa 80 Prozent steigen.
Stadtwerke-Geschäftsführer Hanno Nispel bezifferte die dafür notwendigen Investitionen auf rund 115 Millionen Euro. In zahlreichen Stadtteilen müssten neue Leitungen verlegt werden, was umfangreiche Bauarbeiten nach sich ziehen werde.
Iran-Krieg treibt Gaspreise: Fernwärme in Deutschland wird teurer
Energiewende in Sachsen: Kriminelle zerstören Ladesäulen für E-Autos im großen Stil
Allerdings räumten die Planer ein, dass ein flächendeckender Anschluss nicht realisierbar sei. In manchen Straßen könnten aus technischen Gründen keine Fernwärmerohre verlegt werden. Zudem wollten nicht alle Haushalte die Fernwärme nutzen. Für diese Fälle sollen Ausnahmen gelten und alternative Lösungen aufgezeigt werden. Geplant sind dazu Informationstage für die Bürger.
Neben dem Netzausbau steht die Stadt vor einer weiteren Aufgabe: Die Wärme selbst soll künftig vollständig umweltfreundlich erzeugt werden. Wie das konkret umgesetzt werden kann, soll bis Ende des Jahres erarbeitet werden.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]