Immer wenn Ungarns Regierungschef Viktor Orbán sein Veto ankündigte, dürften sich viele seiner Kollegen in Berlin, Brüssel oder Paris insgeheim erleichtert zurückgelehnt haben. Der unbequeme Ungar lieferte jahrelang die perfekte Projektionsfläche. Wer Europas eigene geostrategische Schwächen kaschieren wollte, konnte auf ihn zeigen. Orbán als Sündenbock. Das funktionierte innen- wie außenpolitisch.
EU
Nach Orbáns Abgang: Wer wird Europas neuer Störenfried?
Mit Orbán verschwindet der perfekte Sündenbock. Doch statt Einigkeit droht nun ein Flickenteppich aus Widerstand. Es formieren sich neue Kräfte, die den EU-Kurs ausbremsen könnten.
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Ohne Orbán fehlt der EU ihr klarer Gegenspieler. Stattdessen entstehen neue Achsen, die Brüssel vor weitere Herausforderungen stellen dürften.
© Stefano Carofei/imago
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