Vier maskierte Täter sollen in der Nacht zum 14. April das Gelände der Gärten der Welt in Berlin-Marzahn überfallen und Bargeld in sechsstelliger Höhe erbeutet haben. Wie die B.Z. zuerst berichtete, drangen die Unbekannten gegen 1:20 Uhr gewaltsam in den Verwaltungs- und Wirtschaftshof an der Eisenacher Straße ein und verschafften sich Zugang zum Bereich des Sicherheitsdienstes.
Dort trafen die Täter auf zwei Mitarbeiter, die sie mit einer Pistole und einem Brecheisen angriffen. Unter massiver Gewaltanwendung forderten sie die Herausgabe des Tresorschlüssels. Anschließend flohen die Räuber mit der Bargeldsumme in Richtung „Helle Mitte" entlang der Eisenacher Straße. Die beiden verletzten Sicherheitsmitarbeiter mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Beute um die Einnahmen des Kirschblütenfests, das am vorangegangenen Wochenende tausende Besucher in die Parkanlage gelockt hatte. Der Andrang war so groß, dass die Polizei zeitweise die Zufahrt vom Blumberger Damm in die Eisenacher Straße sperren und den Verkehr regeln musste.
Grün Berlin bestätigt den Vorfall, hält sich aber bedeckt
Die Grün Berlin, die als Betreiberin die Gärten der Welt verwaltet, bestätigte den Überfall gegenüber der Berliner Morgenpost. „Die polizeilichen Ermittlungen zur Tat und zu den Hintergründen laufen", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könnten daher keine weiteren Informationen zu Tathergang und Beute übermittelt werden.
Die vier mutmaßlichen Täter werden als etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß, schlank bis normal gebaut und vollständig schwarz gekleidet beschrieben. Sie trugen Sturmhauben und sollen Deutsch mit russischem Akzent gesprochen haben. Einer von ihnen war mit einer Schusswaffe ausgestattet. Angaben zu einem möglichen Fluchtfahrzeug liegen den Ermittlern bislang nicht vor.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder zum Tathergang geben können. Ob die Räuber interne Komplizen hatten und woher sie von dem Lagerort der Einnahmen wussten, konnte auf Nachfrage noch nicht beantwortet werden.
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