Die Ostertage habe ich in meiner nicht sehr großen Heimatstadt zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein verbracht. Beim Krankenbesuch in einem der beiden Krankenhäuser lerne ich insgesamt fünf Pflegekräfte kennen, die sich aufmerksam, zum Teil rührend um die Patienten kümmern. Vier der fünf Pflege- sowie beide Reinigungskräfte kommen aus dem Ausland. Die Ärztin ist ebenfalls nicht deutsch. Ich stelle mir die Welt in diesem Krankenhaus vor, würden diese Menschen aus- bzw. weiterwandern. Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es in anderen Krankenhäusern anders aussieht.
Später am Abend möchte ich etwas Warmes essen: Die Auswahl ist übersichtlich, und auch hier begegnet mir niemand ohne Migrationshintergrund, der bereit wäre, mich abends noch zu bedienen. Sieht es denn in den Küchen der Restaurants anders aus? Keine Ahnung, das bekommt man ja als Gast nicht so unmittelbar mit. Ich könnte mir natürlich auch etwas bestellen, über einen Lieferdienst. Wollte ich da nur von deutschen Auslieferern mein Essen gebracht bekommen, wäre das mit der Diät endlich geritzt.
Migration
Ost-IHK-Chef zieht nach einem Krankenhausbesuch eine unbequeme Bilanz
IHK-Chef in Halle, Thomas Brockmeier, lehnt Zuwanderung in Sozialsysteme ab – macht zugleich klar: Ohne Arbeitskräfte von außen steht vieles still.
Thomas Brockmeier
4 Min
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Zwei Pflegerinnen schieben in einem Klinikum Patienten mit Rollstühlen durch einen Flur.
© Daniel Bockwoldt
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