Sonnenbrille, Techno-Bass und 20.000 Menschen auf der Piazza Matteotti: Genuas Bürgermeisterin Silvia Salis steht hinter der belgischen Techno-DJ Charlotte de Witte im Zentrum eines Auftritts, der weit über die Stadt hinaus Aufmerksamkeit erzeugt – und längst politisch aufgeladen ist.
Italien testet gerade eine neue politische Figur, während die alte Macht wankt. Die 40-Jährige ist derzeit eine der meistdiskutierten politischen Personen des Landes. Dabei ist Salis, ehemalige Olympia-Hammerwerferin, erst seit knapp einem Jahr im Amt und hatte zuvor keine politische Erfahrung gesammelt.
Dennoch hat sie sich mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit in der politischen Öffentlichkeit etabliert. Ihre Präsenz in sozialen Netzwerken wächst, ihr Auftreten gilt als kontrolliert, klar und strategisch. In Teilen der Opposition wird sie bereits als mögliche Gegenfigur zu Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gehandelt; vereinzelt fällt sogar der Begriff „Anti-Meloni“. Die nächsten regulären Wahlen in Italien finden 2027 statt.
Machtkampf
Wie eine ehemalige Hammerwerferin Giorgia Meloni politisch herausfordert
Während eine neue progressive Figur in Italien an Profil gewinnt, lässt sich Giorgia Meloni nicht unter Druck setzen: Die Opposition sucht ein Gesicht – doch reicht das bis zur Wahl?
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Genuas Bürgermeisterin Silvia Salis: Kann sie zur politischen Konkurrentin von Giorgia Meloni werden?
© Aleandro Biagianti/imago
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