Krankenkasse

Krankenversicherung: Legen Warkens Sparpläne Berlins Gesundheitswesen lahm?

Im Osten der Stadt droht sich die Patientenversorgung weiter zu verschlechtern. Weniger Termine, längere Wartezeiten – die KV kündigt Widerstand an.

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Stethoskope hängen in einer HNO-Praxis. In den östlichen Bezirken Berlins sind viele Arztsitze nicht besetzt.

Stethoskope hängen in einer HNO-Praxis. In den östlichen Bezirken Berlins sind viele Arztsitze nicht besetzt.

© Sebastian Gollnow/dpa

Die Wortwahl ist drastisch, der Befund besorgniserregend. Von einem Frontalangriff auf die ambulante medizinische Versorgung spricht die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV). Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) würden die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten massiv treffen.

Vor allem für die östlichen Bezirke entwirft die KV ein düsteres Szenario, vor allem für die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg, wo schon jetzt die Nachfrage das Angebot an niedergelassenen Ärzten übertrifft. „Seit Jahrzehnten wird der ambulante Bereich strukturell unterfinanziert, obwohl er den Großteil der Versorgung trägt“, heißt es in einer Erklärung der KV nach einer Klausurtagung. Werde der Gesetzentwurf in der augenblicklichen Fassung verabschiedet, müsse die KV spürbare Konsequenzen ziehen.

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