Irgendwie wirkt es verstörend: Ohne dass wir mal in Ruhe darüber nachgedacht und uns über die Konsequenzen verständigt hätten, werden gegenwärtig Schultafeln und Kreide aus den Klassenzimmern herausgeräumt, um elektronischen Großbildschirmen Platz zu machen. Wer spürt da nicht eine gewisse Beklemmung, wenn Kulturtechniken, die uns mit vielen Generationen vor uns verbunden haben, einfach mal so abgeräumt werden?
Es ist ja noch nicht lange her, als man ernsthaft daran ging, die Schreibschrift aus den Lehrplänen zu entfernen. Nun rollt der „digitale Tsunami“ (Richard David Precht) auf uns zu – und wir verhalten uns so, als wäre das eine Naturkatastrophe. Müssen wir wirklich alles hinnehmen, was uns da zugemutet wird?
Kolumne
Im Fortschrittseifer: Über die Rückkehr zum menschlichen Maß
Brauchen wir von allem immer mehr? Oder können wir von der Verbraucherseite her aus dem Dilemma zwischen Atomkraft und Windrädern herauskommen? Es gibt Auswege.
7 Min
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Oft begegnet uns Fortschrittseifer nicht nur als eine Auslöschung von kultureller Beheimatung, sondern auch als Angriff auf Logik und Vernunft.
© Fotoillustration: OAZ. Bilder: Leonardo da Vinci, Der vitruvianische Mensch (ca. 1490); Unsplash
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