Bei den ungarischen Parlamentswahlen am 12. April 2026 wurde der Langzeitministerpräsident Viktor Orbán nach 16 Jahren aus dem Amt gewählt. Er erhielt mit seiner Partei Fidesz nur 38,61 Prozent der Stimmen, während der Herausforderer Péter Magyar von der Tisza 53,18 Prozent erzielen konnte. Orbán war von 2010 bis 2026 ungarischer Ministerpräsident. Als er damals ins Amt gewählt wurde, war Angela Merkel gerade einmal eine Legislatur deutsche Bundeskanzlerin, Deutschland wurde von einer schwarz-gelben Regierung geführt und die Migrationskrise war noch nicht absehbar. In Ungarn herrschte damals große Aufbruchstimmung. Die Bilanz der Orbán-Jahre ist bei näherer Betrachtung ambivalenter, als die öffentliche Debatte in Deutschland zuletzt bisweilen nahelegt.
Ungarn
Wie Viktor Orbán scheiterte und warum Péter Magyar gewinnen konnte
Nach 16 Jahren politischer Dominanz verliert Orbáns Partei klar die Macht. Der überraschende Sieg von Péter Magyar markiert das Ende eines Systems.
8 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Seit 2010 war Viktor Orbán ungarischer Ministerpräsident und prägte mehr als 16 Jahre lang die Politik des Landes.
© Marton Monus
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*