Ein alter Briefmarkenvorrat seiner deutschbaltischen Großmutter brachte die Geschichte ins Rollen: Marken mit Hitlers Konterfei und dem Aufdruck „Ostland“. Plötzlich lag, wie Rüdiger von Fritsch erzählt, die ganze Familiengeschichte vor ihm – die Schicksale der Menschen vor ihm, die Erzählungen, das Verschwiegene. Der frühere Botschafter in Warschau und Moskau hat sein Berufsleben der Verständigung verschrieben. Sein Vater hingegen blieb bis zu seinem Tod überzeugter Nationalsozialist und sprach von „unserer herrlichen Bewegung“.
Geschichtsaufarbeitung
Ex-Botschafter in Moskau Rüdiger von Fritsch: „Mein Vater war glühender Nationalsozialist“
In seinem neuen Buch behandelt der frühere Diplomat seine Familiengeschichte und den Streit mit seinem Vater, einem NS-Anhänger. Ein Gespräch über Schuld und das „Ja, aber“.
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Rüdiger von Fritsch (r.) mit Michail Gorbatschow bei einem Mittagessen im August 2014
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