Die „Ostalgie“, jene vermeintliche Sehnsucht nach der untergegangenen DDR, war lange ein Diskursschlager. Dass es auch ein paralleles Phänomen im Westen gab, blieb dagegen unbenannt. Bis jetzt. Gerade bricht nämlich die „Westalgie“ mit voller Wucht ins öffentliche Bewusstsein: die Wehmut, die Verunsicherung und die Wut einer Gesellschaft, die spürt, wie ihr Weltbild und ihr ökonomisch-politisches Erfolgsmodell unwiederbringlich vergehen. Man könnte diese Gefühlslage geradezu als Emotion der Stunde bezeichnen. Und wenn es nach mir geht, wird „Westalgie“ sogar das Wort des Jahres 2026.
Transformation
Westalgie
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Besetzung der Treuhand-Niederlassung in Suhl, Thüringen, aufgenommen am 01.07.1991.
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