Afrika

Mali brennt: Russlands Rückzug aus Afrika – das stille Ende eines Imperiums

Putsch, Rebellenoffensive und schwindende Militärmacht: In Mali zeigt sich, wie Russlands Einfluss zerfällt und wie der Ukraine-Krieg Moskaus globale Rolle untergräbt.

Klaus Bachmann
Klaus Bachmann
15 Min
Wladimir Putin bei einer Militärübung. Heute gerät Russlands geopolitische Macht zunehmend unter Druck.

Wladimir Putin bei einer Militärübung. Heute gerät Russlands geopolitische Macht zunehmend unter Druck.

© Alexei Nikolsky/imago

Diese Geschichte beginnt weit weg von Moskau, Kiew und Teheran und sie hat auch weder mit den USA, noch mit Israel etwas zu tun. Sie spielt sich ab im Sahel-Staat Mali, wo 2021 eine Militärjunta unter Assimi Goïta putscht. Zu diesem Zeitpunkt kontrolliert aber die Regierung in Bamako nur etwa die Hälfte des Landes. Im Norden herrschen Tuareg-Rebellen und eine islamistische Miliz, ein regionaler Arm von Al-Kaida. Mit denen hatte die malische Regierung 2015 das Abkommen von Algier geschlossen, das eine Integration der Rebellen in die Armee und eine Dezentralisierung Malis mit Autonomie für den Norden vorsah.

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