Russlands sanktioniertes Terminal Arctic LNG 2 baut offenbar seine Schattenflotte weiter aus. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf aktuelle Schiffverfolgungsdaten. Demnach nehmen derzeit vier Flüssigerdgastanker, die kürzlich ihre Flagge gewechselt haben, Kurs auf die Arktis – ein Hinweis darauf, dass Moskau seine Bemühungen erhöht, die Exporte aus dem von den USA sanktionierten Projekt auszuweiten.
Laut Bloomberg weisen die vier Schiffe – „Kosmos“, „Luch“, „Orion“ und „Merkuriy“ – Merkmale sogenannter Schattenflottenschiffe auf: Demnach seien sie älter als typische LNG-Tanker und wurden kürzlich über undurchsichtige Zwischenhändler an weniger bekannte Firmen übertragen. Dem Bericht zufolge wechselten die Schiffe im März und April ihre Eigentümer sowie ihre Flaggen zu Russland, nachdem sie zuvor der Oman Ship Management Co. oder deren Tochtergesellschaften gehört hatten. Die Tanker nehmen derzeit offenbar Kurs auf den Hafen Murmansk in Westrussland, der in der Nähe des schwimmenden Gasspeichers Saam liegt und Exporte aus dem Terminal Arctic LNG 2 lagert.
Energie
Verpufft das EU‑Verbot? Russland baut Schattenflotte für Arctic LNG 2 aus
Laut Bloomberg treibt Russland den Ausbau des sanktionierten Terminals Arctic LNG 2 weiter voran. Demnach stehen vier neue Tanker für die Anlage bereit.
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Trotz US-Sanktionen baut Russland offenbar seine Schattenflotte für das Terminal Arctic LNG 2 aus.
© Lev Fedoseyev/imago
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