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Demonstrationen

Das war der 1. Mai: Demonstrationen, Verletzte, Festnahmen

Am Tag danach: Berlin zieht nach dem 1. Mai eine erste Bilanz. Damit schließen wir unseren Live-Blog. Alle Ereignisse: Hier zum Nachlesen.

OAZ BLZ
16 Min
Polizisten geraten kurz vor Ende der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.“ mit Teilnehmern aneinander.

Polizisten geraten kurz vor Ende der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.“ mit Teilnehmern aneinander.

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

1. MAI 2026: DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Zum 1. Mai waren in Berlin zahlreiche Demonstrationen angemeldet. Die traditionelle „Revolutionäre“ 1.-Mai-Demo fand am Abend statt.
  • Die Berliner Polizei war im Großeinsatz. Rund 5300 Polizisten waren in der Stadt unterwegs.
  • In Dresden stand die AfD vor der Frauenkirche. Und die Frauenkirche stellte sich gegen die AfD. Das sorgte für Debatten.

Samstag, 2. Mai

8.40 Uhr: Mindestens zehn verletzte Polizisten in Berlin

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat nach dem 1. Mai in Berlin eine gemischte Bilanz gezogen. Zwar habe sich die Entwicklung „weiter in die richtige Richtung“ bewegt, von einem vollständig friedlichen Tag könne aber keine Rede sein, erklärte der Berliner GdP-Sprecher Benjamin Jendro am Samstagmorgen. Seinen Angaben zufolge wurden mindestens zehn Polizeibeamte verletzt. Zudem habe es mehr als 60 Festnahmen und rund 50 Strafverfahren gegeben. Besonders die Nacht in Kreuzberg habe die Bilanz getrübt. Dort seien erneut Gegenstände auf Einsatzkräfte geworfen und Pyrotechnik gezündet worden.

Die Polizei und Feuerwehr hätten bei rund 90 Versammlungen und Veranstaltungen jedoch „einen hochprofessionellen Job gemacht“, erklärte GdP-Landeschef Stephan Weh. Ausschreitungen entlang der revolutionären 1.-Mai-Demo seien schnell unter Kontrolle gebracht worden. Die Demonstration war am Abend am Oranienplatz gestartet und führte auch am Görlitzer Park vorbei. Laut GdP habe es dort eine „völlig unübersichtliche Blockstruktur“ sowie aggressive Parolen gegen die Polizei gegeben.

Weh lobte insbesondere den Einsatzleiter Stephan Katte und sprach von einer „Meisterleistung“ der Berliner Einsatzkräfte. Gleichzeitig verwies die Gewerkschaft auf die hohe Belastung der Hauptstadtpolizei. Bereits am Samstag stehe mit dem Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und Köln der nächste Großeinsatz an. In der kommenden Woche folgten zudem die Veranstaltungen rund um den 8. und 9. Mai.


Freitag, 1. Mai

21:54 Uhr: Zentralrat am 1. Mai: Jüdisches Leben wird verdrängt

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht die Lage der jüdischen Gemeinden im Land als anhaltend angespannt an. Laut einer aktuellen Erhebung nimmt die gesellschaftliche Solidarität ab, während sich Jüdinnen und Juden zunehmend aus dem öffentlichen Raum zurückziehen, heißt es in einer Erklärung des Interessenverbandes.

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Rund zweieinhalb Jahre nach dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe sich der Ausnahmezustand für Jüdinnen und Juden in Deutschland zu einem dauerhaften Krisenzustand entwickelt. Das geht aus dem am 1. Mai veröffentlichten „Lagebild der Jüdischen Gemeinden in Deutschland 2026“ hervor, das auf einer Befragung der Führungspersönlichkeiten von 102 Gemeinden und Landesverbänden basiert. Es ist nach 2023 und 2024 die dritte Erhebung dieser Art.

„Nach dem explosionsartigen Anstieg des Antisemitismus in Folge des 7. Oktober hat sich eine ‚neue Normalität‘ herausgebildet“, erklärte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster. Jüdische Gemeinden müssten permanent geschützt werden, der Antisemitismus erfahre als Teil des öffentlichen Raums eine Normalisierung. Diese Zustände seien unhaltbar.

Zwei Wachleute der Polizei laufen vor dem Eingang der Neuen Synagoge Berlin vorbei.

Zwei Wachleute der Polizei laufen vor dem Eingang der Neuen Synagoge Berlin vorbei.

© Fabian Sommer

Besonders deutlich falle der Rückgang der wahrgenommenen Solidarität aus. Während 2023 noch 62 Prozent der Gemeinden eine Unterstützung aus der Zivilgesellschaft wahrgenommen hätten, sei dieser Wert auf 35 Prozent gesunken, heißt es in dem Bericht. Judenhass finde, oft getarnt als „Israelkritik“, zunehmend Anschluss in der bürgerlichen Mitte.

68 Prozent der jüdischen Gemeinschaft empfänden das Leben in Deutschland als unsicherer als vor dem 7. Oktober 2023. Viele Jüdinnen und Juden verheimlichten ihre Identität und verzichteten auf das offene Tragen von Symbolen wie Davidstern oder Kippa. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche. In den vergangenen zwölf Monaten hätten 21 Prozent der Gemeinden Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen absagen müssen.

Der Waffenstillstand in Gaza habe für zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) keine spürbare Erleichterung der Sicherheitslage gebracht. Extremisten nutzten neue Eskalationen wie den Krieg gegen den Iran sofort als Vorwand für Hass, heißt es in dem Lagebild. „Der Krieg im Nahen Osten war immer nur ein Vorwand, niemals ein Grund für antisemitische Übergriffe und Hetze in Deutschland“, sagte Schuster.

Nur noch 13 Prozent der Gemeinden schätzten die Zukunft für jüdisches Leben in Deutschland positiv ein. Die Ergebnisse müssten für Entscheidungsträger und die Gesellschaft ein Warnsignal sein, so Schuster. Das Vertrauen in eine Trendumkehr schwinde in der jüdischen Gemeinschaft zusehends.

Am heutigen 1. Mai hat der Nahostkonflikt bei vielen Demonstrationen eine zentrale Rolle gespielt.

21.40 Uhr: Demonstranten treffen auf Partyvolk

Die „Revolutionäre 1.-Mai“-Demo kommt nach wie vor nur stockend voran. Im vorderen Bereich des Aufzugs, etwa 300 Meter vor der Sonnenallee, geht es aktuell nicht weiter. Die Polizei ist vor Ort, die Straße ist jedoch nicht vollständig gesperrt.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich der Demonstrationszug stark auseinandergezogen. Die Lage sei unübersichtlich, Feiernde und Demonstranten würden sich vermischen. Zudem gibt es wohl Probleme, die Teilnehmer wieder zusammenzuführen. Ein Reporter vor Ort berichtet, dass sich die Demo noch lange hinziehen kann.

Überhaupt: In diesem Jahr gab es viel Party, wenig Demonstration – so könnte ein erstes Fazit dieses 1. Mai in Kreuzberg lauten. Schätzungsweise 40.000 Menschen sind in SO36 unterwegs. Viele feiern aktuell auf den Straßen zu lauter Musik, die an zahlreichen Ecken zu hören ist.

Überall bieten Straßenverkäufer Bier an. Entsprechend viele leere Flaschen sammeln sich auf Gehwegen und Fahrbahnen. Viele der Feiernden sind offenbar von außerhalb angereist.

Die „Revolutionäre 1.-Mai“-Demonstration verläuft bislang friedlich. Auch Pyrotechnik wird vergleichsweise selten gezündet. Redakteure der Berliner Zeitung, die die Demonstrationen in den vergangenen Jahren beobachtet haben, schätzen, dass in diesem Jahr nur etwa halb so viele Teilnehmer gekommen sind wie im Vorjahr.

20:14 Uhr: Zugverkehr am Treptower Park eingestellt

Wegen eines starken Fahrgastandrangs rund um den Treptower Park ist der Zugverkehr am Bahnhof Treptower Park am Abend eingestellt worden. Die Bundespolizei warnte auf X vor einem erheblichen Zustrom von Menschen aus dem Umfeld des Parks. Auf der Puschkinallee hatten den Tag über Raves und Tanzveranstaltungen als Protestkundgebung für die Clubszene stattgefunden.

Rave im Treptower Park: Die Menschen feiern, die Bahnen stehen still

Rave im Treptower Park: Die Menschen feiern, die Bahnen stehen still

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

20:10 Uhr: Demonstranten stehen am Görlitzer Park

Der Demonstrationszug in Berlin kommt weiterhin nur langsam voran. Aktuell stockt der Aufzug auf Höhe des Görlitzer Parks. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind in diesem Jahr 8500 Personen bei dem Aufzug dabei, wesentlich weniger als 2025. Die Polizei hat unterdessen im Umfeld des stark besuchten Görlitzer Parks und der „Revolutionären 1.-Mai“-Demo Verletztensammelstellen eingerichtet, weil die überfüllten Straßen getroffen wurden. Um bei möglichen Notfällen schnell medizinische Hilfe und Erstversorgung leisten zu können, wurden am Abend Einsatzkräfte an zwei Punkten stationiert: an der Görlitzer Straße Ecke Oppelner Straße sowie an der Görlitzer Straße Ecke Falckensteinstraße.

19:35 Uhr: Görlitzer Park wegen Überfüllung geschlossen

Der Görlitzer Park ist am Abend wegen Überfüllung geschlossen worden. Nach Angaben der Polizei soll damit Platz für Rettungs- und Einsatzkräfte geschaffen werden. Besucherinnen und Besucher können den Park jedoch weiterhin jederzeit verlassen.

19:15 Uhr: Showdown zwischen Frauenkirche und AfD in Dresden

Es ist eine ungewöhnliche Wortmeldung an einem ohnehin aufgeladenen Tag: Die Dresdner Frauenkirche – Wahrzeichen der Stadt, Symbol für Versöhnung, wiederaufgebaut zwischen 1994 und 2005 – mischt sich auf Facebook in die Tagespolitik ein. Anlass: Direkt vor ihren Türen, auf dem Neumarkt, hat die AfD ein Familienfest angesetzt. Die Parole der Partei: Der Neumarkt solle sich „blau färben“.

Die Kirche kontert mit bemerkenswerter Schärfe. Man könne sich nicht aussuchen, wer „vor unserer Haustür“ auftrete, heißt es zunächst zurückhaltend. Dann wird der Ton deutlicher: Hier präsentierten sich Gruppen, die „weder mit der Kernbotschaft des 1. Mai – Solidarität, noch mit der des Christentums – Barmherzigkeit, etwas im Sinn“ hätten. Der Schlusssatz hat es in sich: „Die Frauenkirche als zentrales Bauwerk auf dem Neumarkt ist aus Sandstein. Dieser färbt sich niemals blau.“

Zwei Besucher mit auf AfD-Veranstaltung in Dresden.

Zwei Besucher mit auf AfD-Veranstaltung in Dresden.

© Paul Glaser

Ein Satz, der sitzt – und in den Kommentarspalten sofort Wirkung zeigt: Empörte Reaktionen aus dem rechten Spektrum, die der Kirche „unchristliches“ Verhalten vorwerfen, treffen auf Zustimmung für die klare Kante. Dass sich eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands derart eindeutig gegen eine politische Veranstaltung vor seinen Türen positioniert, ist keine Selbstverständlichkeit.

Auch in Leipzig sind linke Kundgebungen angekündigt – die Stadt gehört traditionell zu den Brennpunkten am Tag der Arbeit. Insgesamt zeichnet sich ein 1. Mai ab, an dem die wirklich brisanten Bilder nicht aus den Gewerkschaftshallen kommen, sondern aus den Innenstädten: aus Dresden, wo eine Kirche Haltung zeigt – und aus Berlin, wo der Abend noch bevorsteht.

Nachdem Rauchfackeln während der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.“ gezündet wurden, zieht roter Qualm durch einen Straßenzug.

Nachdem Rauchfackeln während der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.“ gezündet wurden, zieht roter Qualm durch einen Straßenzug.

© Sebastian Gollnow/dpa

19:23 Uhr: Demonstration in Berlin startet

Die Polizei hat per Lautsprecherdurchsage mitgeteilt, dass sich der Aufzug nun in Bewegung setzt. Umstehende und Passantinnen und Passanten wurden aufgefordert, den Weg freizumachen und ausreichend Platz für den Demonstrationszug zu lassen. Die Oranienstraße ist nach Angaben von Reportern vor Ort in roten Rauch gehüllt. Offenbar wurden Nebelkerzen gezündet. Es gibt Sprechchöre: „Ganz Berlin hasst die Polizei“. Die Beamten dagegen haben zu allen Nebenstraßen Gitter aufgestellt, damit kein Fahrzeug in die Menschenmenge rast, zum Schutz der Demonstranten.

Der Demonstrationszug in Kreuzberg setzt sich in Bewegung.

Der Demonstrationszug in Kreuzberg setzt sich in Bewegung.

© Carola Tunk/Berliner Zeitung

18:55 Uhr: Polizisten mit Flaschen beworfen

Der Demonstrationszug in Kreuzberg steht bereit und soll in Kürze loslaufen. Nach Angaben der Polizei befinden sich derzeit rund 5500 Menschen im Zug, weitere strömen hinzu. Vereinzelt sind propalästinensische Fahnen zu sehen. Zuvor hatte ein Mann in Kreuzberg eine Flasche auf ein Polizeiauto geworfen und sich anschließend seiner Festnahme widersetzt. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt, wie die Polizei auf X mitteilte.

18:10 Uhr: Demonstrationszug in Berlin formiert sich

Die Blöcke zur „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“ in Kreuzberg formieren sich. An der Spitze ist ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit, Frieden, Solidarität“ zu sehen. Demonstriert wird unter anderem gegen „das Kapital“, Krieg und Wehrpflicht. Vorne ist Ferat Ali Kocak von der Linken als parlamentarischer Beobachter dabei. Kocak sagte, die Lage mit Blick auf die „Agenda 2030“ werde schwierig. Friedrich Merz wolle, „dass es wird wie in den USA“. Umso wichtiger sei es, dass die Proteste eine laute Stimme hätten.

Die Blöcke formieren sich. Ferat Koçak von der Linken ist als parlamentarischer Beobachter dabei.

Die Blöcke formieren sich. Ferat Koçak von der Linken ist als parlamentarischer Beobachter dabei.

© Carola Tunk/Berliner Zeitung

17.42 Uhr: Polizei in Leipzig stoppt „revolutionäre“ Demo

Die Polizei hat in Leipzig den Aufzug unter dem Motto „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ gestoppt. Grund sei der Einsatz von Pyrotechnik aus dem Demonstrationszug heraus, wie aus Polizeiangaben hervorgeht. Angemeldet waren rund 1500 Teilnehmer.

In Leipzig sind am 1. Mai zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen mit unterschiedlichen politischen Ausrichtungen angemeldet. Anlass ist der bundesweit begangene Tag der Arbeit, an dem traditionell für bessere Arbeitsbedingungen, sichere Beschäftigungsverhältnisse und soziale Themen demonstriert wird. Die Polizei hatte im Vorfeld einen umfangreichen Einsatz angekündigt und mit Verkehrsbeeinträchtigungen insbesondere im Innenstadtbereich gerechnet.

Leipzig: 1.-Mai-Demo mit 1.500 gestoppt – Pyro, Chaos, Verkehr lahmgelegt.

Leipzig: 1.-Mai-Demo mit 1.500 gestoppt – Pyro, Chaos, Verkehr lahmgelegt.

© EHL Media

Das linksgerichtete Onlinemagazin Perspektive Online wies in einem Beitrag darauf hin, dass der Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum 1. Mai die Aufrüstung nicht erwähne. Zugleich seien in den vergangenen Tarifverhandlungen vor allem Reallohnverluste verzeichnet worden. Zwei Teilnehmer aus Leipzig und Stuttgart erklärten dem Magazin, warum sie dennoch an den DGB-Aktionen teilnähmen.

Nach Angaben des linken Profils R-Lpzg auf der Plattform X beteiligten sich mehrere hundert palästinasolidarische Menschen an der Demonstration. Dies sei trotz eines Versuchs der DGB-Führung geschehen, entsprechende Bekundungen zu untersagen, hieß es in dem Beitrag. Eine Stellungnahme des DGB lag zunächst nicht vor.

17:38 Uhr: Zwei Eingänge zum Görlitzer Park gesperrt

Aufgrund des starken Andrangs am Görlitzer Park hat die Polizei zwei Tore für den Zugang gesperrt. Sie können derzeit nur noch als Ausgänge genutzt werden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Per Lautsprecherdurchsagen informierte die Polizei die Besucherinnen und Besucher vor Ort.

Auch in den umliegenden Straßen in Kreuzberg kommt es wegen der großen Menschenmengen zu Sperrungen für den Autoverkehr. Wer in den Bereich möchte, sollte sich auf einen Fußweg einstellen oder mit dem Fahrrad anreisen, empfahl die Polizei.

Nach Angaben eines Polizeisprechers sind derzeit etwa 45.000 Menschen im Stadtgebiet unterwegs. Hinzu kommen rund 30.000 Menschen in Parkanlagen wie dem Görlitzer Park, dem Schlesischen Busch und dem Treptower Park.

17.30 Uhr: In Berlin-Kreuzberg wird es immer voller

Kein Fortkommen mehr: Die Polizei hat alle Zufahrten Richtung Kotti/Oranienstraße gesperrt. Grund ist ein extrem hoher Zulauf aus allen Richtungen. Rundherum kommt es zu Staus. Auch der U3-Bahnhof Kottbusser Tor ist wegen Überfüllung von der BVG gesperrt worden. Nach Angaben der BVG fahren die U-Bahnen damit inzwischen an drei Stationen der Linie durch: Kottbusser Tor, Hallesches Tor und Görlitzer Bahnhof.

Alternative zu Bus und Bahn: Überall stehen E-Scooter auf der Oranienstraße

Alternative zu Bus und Bahn: Überall stehen E-Scooter auf der Oranienstraße

© Paul Zinken/Berliner Zeitung

17.15 Uhr: „Revolutionäre 1. Mai“-Demo startet bald

16.50 Uhr: Telefonnetze in Kreuzberg völlig überlastet

Auf den Straßen sind zehntausende Menschen unterwegs. Wegen des langen Wochenendes ist es dieses Mal besonders voll. Viele Touristen sind angereist und bevölkern die Straßen, wo es teilweise so dichtgedrängt ist, dass es weder vor noch zurück geht. In Kreuzberg kommen die Telefonnetze an ihre Grenzen.

16.38 Uhr: Nächster U-Bahnhof wird geschlossen

16.32 Uhr: Görlitzer Park wird immer voller

Immer mehr Menschen strömen zu dem Park. Mittlerweile werden die Eingänge reguliert. Und der Zustrom reißt nicht ab.

16.10 Uhr: Menschenmassen unterwegs

Seit ungefähr 14.45 Uhr überspringen die U-Bahnlinien U1 und U3 den Kreuzberger Bahnhof und halten erst wieder am Schlesischen Tor beziehungsweise Kottbusser Tor. Bis der Andrang in den Zügen nachlässt, gilt für den Bereich der Ausnahmezustand.

Auch die A100 wird von circa 16:00 bis 18:30 Uhr beidseitig von Halenseestraße bis Autobahnkreuz Schöneberg gesperrt. Grund, so die Polizei, ist die „MyGruni“-Fahrraddemo von Grunewald zum Oranienplatz in Kreuzberg, die ein Stück weit über die Autobahn führt.

15.35 Uhr: 10.000 Menschen feiern im Treptower Park

Tausende bevölkern den Treptower Park. Allerdings mussten die Bühnen auf der Buschkrugallee aufgebaut werden. Alle 50 Meter steht eine Bühne, von der Musik erschallt. Der Massenzustrom hierher hält an.

15.30 Uhr: Görlitzer Park: Ein Zaun für den Zaun

Der Zaun am Görlitzer Park wird aktuell durch einen Sicherheitszaun geschützt. Hintergrund sind Drohungen von Linksextremisten den Zaun zu beschädigen.

15.20 Uhr: Keine Musik im Görlitzer Park

Bei der Veranstaltung „Free Görli – Rave against the Zaun“ im Görlitzer Park warten gut 1000 Besucher, dass es endlich losgeht. Bisher funktioniert aber die Anlage für den Musikteil nicht.

15.10 Uhr: Polizeibericht: Bisher friedlicher 1. Mai

Nach Angaben der Polizei sind derzeit knapp 10.000 Menschen in den Parks der Hauptstadt unterwegs. Bisher verläuft der 1. Mai friedlich. Es soll noch zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen sein. Auch der Berliner Senat und die Sicherheitsbehörden ziehen am Nachmittag vorerst ein positives Zwischenfazit zum 1. Mai. Der Tag verlaufe bislang friedlich, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Nachmittag. Die Polizei sei mit mehr als 5.000 Kräften im Einsatz und werde von Einheiten aus 13 anderen Bundesländern unterstützt.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte, die Sicherheitsbehörden setzten wie in den vergangenen Jahren auf Deeskalation. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) stellte zugleich klar, dass bei Ausschreitungen schnell und robust eingegriffen werde. Auch die Feuerwehr ist mit verstärkten Kräften im Einsatz und erhält bei Bedarf Polizeibegleitung.

15.05 Uhr: Wegen „MyGruni“-Demo Verkehrseinschränkungen im Westen Berlins

Ab 16 Uhr wird Autofahrern im Berliner Westen Geduld abverlangt. Dann radelt die Fahrraddemo zurück nach Kreuzberg. Hierbei wird ein Teil der Strecke über die Stadtautobahn A100 zurückgelegt. Die Auffahrt Hohenzollerndamm bis zur Anschlusstelle Wexstraße wird dafür kurzzeitig gesperrt.

14.40 Uhr: Nichts geht mehr am Bahnhof Warschauer Straße

Zahlreiche Menschen bewegen sich Richtung Kreuzberg. Die U3 fährt ohne Halt am Görlitzer Bahnhof durch.

14.05 Uhr: Rechte Partei ruft zur Demo in Thüringen auf

Die rechtsextreme Kleinpartei der III. Weg ruft über X ihre „Aktivisten  Unterstützer“ zur Demo nach Gera in Thüringen.

13.52 Uhr: Immer mehr Menschen ziehen Richtung Görli

Immer mehr Menschen strömen von der Oberbaumbrücke in Richtung Skalitzer Straße und Görlitzer Park. Die Polizei hat erste Verbindungsstraßen von der Köpenicker Straße zur Skalitzer Straße für den Autoverkehr gesperrt.

13.25 Uhr: Aufruf zum Protest in Leipzig

In Leipzig wird auf X zu Protesten gegen das Vorgehen der israelischen Marine gegen die Sumud Flotilla aufgerufen, die auf dem Weg in den Gazastreifen von der israelischen Armee gestoppt worden war.

13.15 Uhr: Demo „Rave against the Zaun“ im Görlitzer Park in Kreuzberg

Momentan laufen erste Redebeiträge. Jetzt beginnt das Musikprogramm. Die Veranstaltung soll bis in die Abendstunden gehen. Hintergrund der Aktion ist der Protest gegen die nächtliche Schließung des Parks.

13.10 Uhr: Immer mehr Menschen bei Fahrraddemo „MyGruni“

An dem „satirischen Protest“ im Grunewald unter dem Motto „MyGruni“ nehmen nach Angaben der Polizei etwa 3100 Menschen teil.

13.01 Uhr: DGB-Demo mit 6000 Teilnehmern

Nach Angaben der Polizei sollen bei der Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes 6000 Menschen teilnehmen.

12.30 Uhr: Rapperin Ikkimel mit Überraschungskonzert

Die Rapperin spielt heute Abend am Mariannenplatz in Kreuzberg. Los geht es wohl um 19.15 Uhr.

Ikkimel zieht heute Abend in Kreuzberg die Blicke auf sich.

Ikkimel zieht heute Abend in Kreuzberg die Blicke auf sich.

© Selfie / Instagram

11.30 Uhr: Fahrraddemo am Brandenburger Tor gestartet

Bei herrlichem Wetter ist eine Fahrraddemo an dem Berliner Wahrzeichen losgeradelt. Die Aktion wird begleitet von Initiativen wie „A100 wegbassen“ und „Berlin werbefrei“ sowie „Berlin autofrei“. Ziel ist die satirische 1. Mai-Aktion „MyGruni“ im Grunewald.

11.02 Uhr: Berliner GdP richtet Botschaft an Polizeikräfte

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei bedankt sich schon im Vorfeld für den Einsatz der Beamten.

10.30 Uhr: DGB ruft zu Aktionen und Kundgebungen auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft in Berlin und Brandenburg zu zahlreichen Veranstaltungen auf. Das Motto: Erst unsere Jobs, dann eure Profite. So startet um 11:30 Uhr die Demonstration am Strausberger Platz. Um 12:00 Uhr soll dann eine Kundgebung vor dem Roten Rathaus stattfinden. Auch in Brandenburg sind viele Veranstaltungen geplant. So etwa in Henningsdorf, Luckenwalde, Potsdam und Brandenburg an der Havel.

10.05 Uhr: Polizei mit 5300 Einsatzkräften vor Ort

Die Berliner Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Rund 5300 Polizisten werden wegen der vielen Demonstrationen den ganzen Tag im Einsatz sein. Darunter ist Unterstützung aus zehn Bundesländern und von der Bundespolizei. Im vergangenen Jahr waren es 5800 Polizisten.

9:00 Uhr: Zahlreiche Demos in Berlin angekündigt

Zum 1. Mai finden zahlreiche Demonstrationen in Berlin statt. Der Deutsche Gewerschaftsbund (DGB) beginnt um 11 Uhr, ab 13 Uhr beginnt die traditionelle Demonstration im Grunewald. Die für 18 Uhr angesetzte Revolutionäre 1.-Mai-Demo verläuft dieses mal andersherum. Sie startet am Oranienplatz und endet am Südstern.

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