An diesem 1. Mai hingen zwei Vollmonde über Berlin. Den einen kennen Sie, den anderen durften 17.000 glückliche Fans in der vor Vorfreude flirrenden Uber-Arena über dem spanischen Mega-Popstar Rosalía bewundern. Wobei „Popstar“, „Fans“ und „Uber-Arena“ etwas profan klingen. Vielleicht müsste man eher von einer Heiligen, ihren Gläubigen und einer Kirche sprechen? Auch der glühende Bühnenvollmond sah zwischenzeitlich eher aus wie ein paradiesischer Apfel der Verführung.
Die ausgebildete Flamenco-Sängerin Rosalía ist vor etwa zehn Jahren mit dem eigenwilligen Abschlussalbum ihres Studiums bekannt geworden, das ihr in Spanien direkt zum Durchbruch verhalf. Mit ihrem nächsten Album „El mal querer“ (2018) wurde sie bereits zu einem der größten Stars in Lateinamerika und spätestens mit dem von Reggaeton-Rhythmen getriebenen „Motomami“ (2022) auch weit darüber hinaus. Dreieinhalb Jahre danach erschien ihr viertes Album „Lux“, mit dem sie gerade von einer ausverkauften Arena zur nächsten tourt.
Konzert
Heilige, Sünderin, Megastar: So war das Konzert von Rosalía in Berlin
Auf ihrer „Lux“-Tour macht Rosalía in Berlin halt. Das Publikum erlebt ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das über gewöhnlichen Stadion-Pop hinausgeht – aber auch für Kontroversen sorgt.
5 Min
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Superstar Rosalía im Ballett-Outfit – hier bei einer „Lux“-Show in Lyon
© Gareth Cattermole
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