Energie

Power-to-Heat in Berlin-Mitte: 120-Megawatt-Anlage soll 360.000 Haushalte versorgen

In Berlin soll bald überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien in Wärme umgewandelt werden. Jetzt hat der Bau einer Großanlage begonnen.

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Blick auf das Heizkraftwerk Mitte der Berliner Energie und Wärme (BEW).

Blick auf das Heizkraftwerk Mitte der Berliner Energie und Wärme (BEW).

© Matthias Arnold/dpa

Das landeseigene Unternehmen BEW hat am Heizkraftwerk in Berlin-Mitte den Startschuss für den Bau einer sogenannten Power-to-Heat-Anlage gegeben. Die Technologie wandelt elektrischen Strom in Wärme um und soll künftig überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen für das Berliner Fernwärmenetz nutzbar machen.

Die Anlage soll in zwei Jahren in Betrieb gehen und eine Leistung von 120 Megawatt erreichen. Nach Angaben der BEW könnten damit im Sommer rund 360.000 Haushalte der Hauptstadt mit Warmwasser versorgt werden. Die erzeugte Wärme wird direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist.

Als Vorteil des Verfahrens nennt das Unternehmen, dass Solar- und Windkraftwerke auch dann weiterlaufen können, wenn sie mehr Strom produzieren, als das Netz aktuell benötigt. Bislang werden solche Anlagen in Phasen einer Überproduktion häufig abgeregelt, also gedrosselt oder abgeschaltet. Durch die Umwandlung in Wärme lässt sich der überschüssige Strom stattdessen sinnvoll nutzen.

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