Nahost-Krieg

Öffnung der Straße von Hormus: US‑Finanzminister fordert China zu Unterstützung auf

Die USA wollen Handelsschiffe durch die Straße von Hormus geleiten. US-Finanzminister Scott Bessent fordert mehr Unterstützung von China bei der Öffnung der Meerenge.

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US-Finanzminister Scott Bessent

US-Finanzminister Scott Bessent

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Finanzminister Scott Bessent hat China aufgefordert, seine Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus zu verstärken. „Mal sehen, ob China – mal sehen, ob sie mit Diplomatie die Iraner dazu bringen, die Straße von Hormus zu öffnen“, sagte er laut Bloomberg in einem Interview mit Fox News am Montag.

„Der Iran ist der größte staatliche Förderer von Terrorismus, und China kauft 90 Prozent seiner Energie, finanziert also den größten staatlichen Förderer von Terrorismus“, sagte Bessent weiter. Die Aussagen erfolgten etwas mehr als eine Woche vor einem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Bessent fordert Unterstützung von China

Bessent erklärte, die USA würden daran arbeiten, die Straße von Hormus wieder öffnen. „Deshalb appelliere ich an die Chinesen, uns bei dieser internationalen Operation zu unterstützen“, so der Minister. Trump hatte zuvor angekündigt, dass die USA unter dem Namen „Project Freedom“ Handelsschiffe sicher durch die blockierte Meerenge führen würden. „Wir erwarten von unseren internationalen Partnern, dass sie sich ebenso engagieren“, forderte Bessent.

Der Iran werde auch beim Treffen Trumps mit Xi am 14. und 15. Mai in Peking zur Sprache kommen, sagte der Minister laut Reuters. Beide Seiten streben laut Bessent an, die im Oktober in Südkorea vereinbarte Handelswaffenruhe zu erhalten. China und Russland forderte er auf, UN-Initiativen wie etwa eine Resolution zur Sicherung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus nicht länger zu blockieren.

Das US-Zentralkommando Centcom teilte am Montag mit, dass zwei Schiffe der US-Marine in den Golf eingefahren seien. Zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe hätten die Meerenge ebenso passiert, erklärte Centcom auf X. Der Iran hatte laut Reuters zuvor erklärt, ein US-Kriegsschiff am Einfahren in den Golf gehindert zu haben.

Bessent sagte laut Bloomberg, das globale Öldefizit liege derzeit bei rund acht bis zehn Millionen Barrel pro Tag. Wenn vier oder fünf Tanker mit etwa zwei Millionen Barrel täglich ausliefen, ließe sich das Defizit decken. „Ich denke also, dass der Markt sehr gut versorgt sein wird“, so Bessent. Die iranische Wirtschaft befinde sich hingegen „im freien Fall“.

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Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, sagte laut der Nachrichtenagentur Fars, das Problem für internationale Schifffahrt liege aus iranischer Sicht nicht unbedingt in der Straße von Hormus. Die USA hätten „wiederholte Akte der Piraterie gegen Schiffe aus dem Iran und anderen Ländern“ durchgeführt und so die „internationalen Gewässer unsicher gemacht“.

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