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Iran-Krieg

„Project Freedom“: US-Zerstörer durchqueren Straße von Hormus – Passage von Containerschiff bestätigt

Die US-Marine forciert eine Passage durch die Straße von Hormus. Zwei US-Schiffe sollen die Meerenge passiert haben. Angesichts der jüngsten Eskalationen bleibt der Ölpreis erhöht.

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Die USS Truxtun bei einer Militärübung. Das Boot soll die Straße von Hormus passiert haben.

Die USS Truxtun bei einer Militärübung. Das Boot soll die Straße von Hormus passiert haben.

© Newscom World/imago

Zwei Zerstörer der US-Marine haben nach US-Angaben die strategisch wichtige Straße von Hormus durchquert und dabei massive Angriffe iranischer Streitkräfte abgewehrt. Das berichtet der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Verteidigungskreise. An den Finanzmärkten trieben die neuen Spannungen die Ölpreise und Anleiherenditen nach oben.

Die beiden Zerstörer „USS Truxtun“ und „USS Mason“ wurden demnach bei ihrer Passage durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman mit Schnellbooten, Raketen und Drohnen angegriffen. Beide Schiffe seien unbeschädigt geblieben, hieß es. Unterstützt wurden sie demnach von Apache-Hubschraubern und weiteren Luftstreitkräften, die die anfliegenden Geschosse abgefangen oder abgewehrt hätten.

Der Befehlshaber des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, sagte vor Journalisten zudem laut Bloomberg, das US-Militär habe zwei unter amerikanischer Flagge fahrenden Schiffen dabei geholfen, die Straße von Hormus zu passieren, als Teil umfassenderer Bemühungen, eine Durchfahrtsroute durch diese wichtige Wasserstraße zu öffnen.

Maersk bestätigt Passage von Containerschiff

Das unter US-Flagge fahrende Handelsschiff „Alliance Fairfax“ „verließ am 4. Mai den Persischen Golf über die Straße von Hormus“, bestätigte die Reederei Maersk die Durchfahrt eines Schiffes in einer Erklärung vom Dienstag. Demnach wurde das Schiff bei seiner Durchfahrt vom US-Militär geschützt.

„Der Transit verlief ohne Zwischenfälle und alle Besatzungsmitglieder sind gesund und munter“, teilte Maersk weiter mit. Den Angaben zufolge gehört die „Alliance Fairfax“ zur US-Reederei Farrell Lines, einer Maersk-Tochter. Das Schiff habe seit Beginn des Iran-Kriegs „wegen Sicherheitsbedenken“ im Persischen Golf festgesessen.

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Operation „Project Freedom“: Iran bestreitet Durchfahrt

Die Durchfahrten erfolgten im Rahmen einer Operation mit dem Namen „Project Freedom“, mit der US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben Schiffe sicher durch die Meerenge geleiten will. Zeitgleich passierten auch zwei US-Handelsschiffe die Straße von Hormus.

Iranische Staatsmedien bestritten die Darstellung des US-Militärs und erklärten, es seien keine Schnellboote zerstört worden und es habe in jüngster Zeit keine Durchfahrten von Handelsschiffen gegeben.

Zentralkommando berichtet von Angriffen

Das US-Militär hat laut Cooper innerhalb von zwölf Stunden mehrere Drohnen- und Raketenangriffe abgewehrt. Hubschrauber hätten zudem sechs iranische Schnellboote zerstört, die Handelsschiffe ins Visier genommen hätten. „Das US-Militär hat den klaren Vorteil“, sagte Cooper laut Bloomberg.

Auf die Frage, ob die seit knapp einem Monat geltende Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran damit beendet sei, sagte er, die US-Streitkräfte in der Region blieben eine defensive Truppe.

Die Vereinigten Arabischen Emirate machten derweil eine iranische Drohne für einen Brand im Hafen von Fudschaira verantwortlich und gaben mehrere Raketenwarnungen heraus. Ein südkoreanisches Handelsschiff stand zudem am Montag nach einer Explosion in Flammen.

Ölpreis und Anleiherenditen ziehen an

An den Finanzmärkten reagierten Anleger mit Zurückhaltung auf die jüngsten Ereignisse. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte am Dienstag knapp unter 113 US-Dollar, nachdem er am Vortag um 5,8 Prozent gestiegen war. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in Neuseeland und Australien legten zu, jene 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten mit 5 Prozent den höchsten Stand seit Juli. Anleger erhöhten ihre Wetten darauf, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen wieder anheben muss, um die Inflation einzudämmen.

„Selbst wenn der unmittelbare Konflikt deeskaliert, dürften uns die Nachbeben noch eine Weile begleiten“, sagte Darrell Cronk vom Wells Fargo Investment Institute laut Bloomberg. Die Auswirkungen auf Energiepreise, Industrieproduktion und geopolitische Risikoaufschläge würden nicht so schnell verschwinden.

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