In den USA wächst seit Jahren der Druck auf Behörden und Militär, Informationen über rätselhafte Flugobjekte offenzulegen. Nun hat FBI-Direktor Kash Patel angekündigt, dass die Regierung schon bald neue Akten zu sogenannten UFOs beziehungsweise „UAPs“ veröffentlichen wolle.
Patel sagte in einem Podcast des konservativen Moderators Sean Hannity, eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe arbeite bereits an der Freigabe entsprechender Unterlagen. „Sie werden diese Informationen sehr bald öffentlich machen“, erklärte Patel laut mehreren US-Medien. Darüber berichteten unter anderem The Daily Beast, The Independent und der USA Herald.
Trump hatte „interessante Dokumente“ angekündigt
Patels Aussagen folgen auf jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte erklärt, seine Regierung habe „sehr interessante“ Unterlagen zu UFOs und sogenannten „unidentifizierten anomalen Phänomenen“ gefunden. Erste Veröffentlichungen könnten „sehr bald“ erfolgen.
In den USA wird das Thema inzwischen offiziell unter dem Begriff UAP behandelt. Gemeint sind ungewöhnliche Flug- oder Sensorphänomene, die sich nicht unmittelbar erklären lassen. Sicherheitsbehörden betonen dabei regelmäßig, dass ungeklärte Vorfälle nicht automatisch auf außerirdische Technologie hindeuteten.
Kongress erhöht seit Jahren den Druck
Der politische Druck auf Pentagon und Geheimdienste wächst dennoch seit Jahren. Im November 2024 beschäftigte sich ein Ausschuss des Repräsentantenhauses in einer Anhörung mit möglichen Vertuschungen rund um UAP-Vorfälle. Mehrere Abgeordnete forderten damals mehr Transparenz und besseren Schutz für Whistleblower.
Im März 2026 verlangte die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna laut US-Medien weitere Unterlagen zu mehreren Vorfällen über dem Iran und Syrien. Dabei ging es unter anderem um ungewöhnliche Flugmanöver und Sichtungen kugel- oder zigarrenförmiger Objekte.
Pentagon sieht bislang keine Hinweise auf Aliens
Das Pentagon versucht gleichzeitig, Erwartungen zu dämpfen. Die zuständige Behörde AARO („All-domain Anomaly Resolution Office“) erklärte mehrfach, man habe bislang keine Beweise für außerirdische Technologie gefunden. Viele Fälle blieben allerdings ungeklärt, weil Sensordaten fehlten oder Vorfälle nicht eindeutig rekonstruiert werden könnten. Genau das befeuert seit Jahren Spekulationen und Misstrauen gegenüber US-Behörden.
Kritiker werfen der Regierung vor, Informationen zurückzuhalten oder übermäßig zu klassifizieren. Befürworter weiterer Veröffentlichungen argumentieren dagegen, es gehe weniger um „Aliens“ als um Fragen der nationalen Sicherheit, möglicher Spionagetechnologie und staatlicher Transparenz.
JD Vance über UFO-Akten: „Bin besessen davon“
Das Interesse an UFO- und UAP-Akten reicht inzwischen bis in die Spitze der Trump-Regierung. US-Vizepräsident JD Vance hatte Ende März in einem Podcast erklärt, er sei regelrecht „besessen“ von dem Thema und wolle mögliche Geheimnisse der Regierung in den kommenden Jahren aufklären.
Als Vizepräsident habe er Zugang zu höchsten Geheimhaltungsstufen und wolle diesen nutzen, sagte Vance damals. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine weitere Aussage des Republikaners: Er glaube nicht, dass es sich bei angeblichen Außerirdischen um „Aliens“ handle, sondern eher um „Dämonen“. Das Pentagon betont dagegen weiterhin, es gebe bislang keine Hinweise auf außerirdische Technologie.
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