Sie sind fast noch Kinder – und haben nicht selten ihre Elterngeneration zum Vorbild: Neonazi-Kids, die im Stil der 90er-Jahre auftreten. Sie nennen sich „Deutsche Jugend Voran“ (DJV), „Jung & Stark“ (JS) oder „Neue Deutsche Welle“ (NDW) und gelten als aktionsorientiert und gewaltbereit.
Am Mittwochmorgen bekamen 36 von ihnen Besuch von der Polizei. Beamte durchsuchten in zwölf Bundesländern etwa 50 Objekte. Die Bundesanwaltschaft wirft den Beschuldigten Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. Den meisten Beschuldigten werde darüber hinaus „Rädelsführerschaft“ zur Last gelegt, teilte die Karlsruher Ermittlungsbehörde mit. Diese gilt als „besonders schwerer Fall“, wenn jemand zu den Rädelsführern oder Hintermännern einer kriminellen Vereinigung gehört. Es drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Rechtsextremismus
Die Eltern als Vorbild: Polizei geht bundesweit gegen Neonazi-Gruppen vor
Großrazzia gegen „Deutsche Jugend Voran“ und „Jung & Stark“: Ein rechtsextremes Internetphänomen schwappt in den analogen Bereich.
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Neonazis am Rande der CSD-Demonstration in Berlin.
© dpa
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